Kärntner Resteglück-Suppe mit Selchfleisch, Sauerkraut und Wachtelbohnen im Teller

Resteglück aus dem Suppentopf: Kärntner Selchsuppe mit Sauerkraut

Kochen mit eingekauften Lebensmitteln kann jeder, der den Topf gerade halten kann. Aus dem, was übrig bleibt, etwas Köstliches zu machen – das ist die Meisterklasse. Gestern gab es bei uns Geselchtes mit Sauerkraut. Ich koche gern etwas mehr: Vielleicht schaut ja noch jemand vorbei. Und wenn nicht, wird eingefroren. Deshalb heute Selchsuppe.

Ein Restl und eine Idee

Übrig blieben rund ein Liter Selchsuppe und etwa 200 Gramm fertiges Sauerkraut. Für mich war das kein Kühlschrank-Endlager, sondern der Anfang einer neuen Suppe. Ich röstete eine große Zwiebel goldbraun an, gab Knoblauch und zwei klein gewürfelte Scheiben Geselchtes dazu und staubte alles mit Mehl.

Mit Selchsuppe und Wasser aufgegossen, kamen Tomaten, Erdäpfel und Karotten in den Topf. Die Wachtelbohnen hatte ich am Vortag eingeweicht und am nächsten Tag ohne Salz weich gekocht. Sauerkraut und Bohnen kamen erst zum Schluss hinein. Eine Handvoll Lusstock – so heißt bei uns der Liebstöckel – durfte natürlich nicht fehlen.

So entstand meine Kärntner Resteglück-Suppe mit Wachtelbohnen: kräftig, sämig und genau richtig, wenn vom Vortag noch etwas Selchsuppe und Sauerkraut da sind.

Das Rezept in meinem Kochbuch

Drei kleine Küchentipps

  • Erst kosten, dann salzen – Selchsuppe, Suppenwürfel und Vegeta sind schon würzig.
  • Bohnen ohne Salz garen und die Kochflüssigkeit wegleeren.
  • Das Sauerkraut erst am Ende dazugeben, damit es nicht völlig weich wird.

Und der Besuch? Er ist nicht gekommen. Die Suppe schon. Beschwert hat sich keiner.

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