Hochrückensteak mit buntem Salat und knusprigem Knoblauchgebäck

Heute ist Sonnenfinsternis, das Thermometer zeigt noch immer rund 30 Grad und zum Kochen hatte ich eigentlich keine Zeit. Stress, lass nach – endlich Feierabend!

Da ich mehr eiweißreiche Nahrung zu mir nehmen soll, passt dieses schnelle Essen heute ganz genau. Beim Hofer gibt es derzeit Hochrückensteaks vom heimischen Rind – genau so, wie ich sie liebe: kräftig geschnitten und ordentlich marmoriert.

Bei mir kommt kein „Ladycut“ auf den Teller. Ein Steak darf ruhig um die 350 Gramm haben. Alles darunter ist für mich höchstens ein Rindschnitzel. Aber über Portionsgrößen lässt sich bekanntlich ebenso trefflich streiten wie über die richtige Garstufe.

sizzling grilled steak on hot skillet
Photo by Mohamed Olwy on Pexels.com

Steak ohne Grill – dafür aus der Gusseisenpfanne

Bei dieser Hitze wollte ich den Grill nicht mehr anwerfen. Also kam meine schwere gusseiserne Pfanne von Le Creuset zum Einsatz. Darin bekommt das Fleisch eine wunderbare Kruste und herrliche Röstaromen.

Das Steak habe ich bei voller Hitze auf jeder Seite zwei Minuten scharf angebraten. Danach wurde der Temperaturfühler in die Mitte des Fleisches gesteckt.

Im Backofen durfte das Steak bei 80 °C noch ungefähr zehn Minuten nachziehen, bis eine Kerntemperatur von 55 °C erreicht war.

So liebe ich mein Steak: medium – nicht durchgebraten, aber auch nicht blutig.

Zutaten für 2 Personen

Für die Steaks

  • 2 Hochrückensteaks vom heimischen Rind, je etwa 300–350 g
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • etwas hitzebeständiges Öl für die Pfanne

Für den bunten Salat

  • 1 großer Kopf grüner Salat
  • 2–3 Paradeiser
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • einige schwarze Oliven
  • einige grüne Oliven
  • Mostessig vom Duller
  • steirisches Kürbiskernöl
  • Salz
  • Pfeffer

Für das Knoblauchgebäck

  • 2 Kaisersemmeln vom Wienerroither
  • 2–3 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

1. Die Steaks vorbereiten

Die Hochrückensteaks ungefähr 30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Das Fleisch trocken tupfen und leicht salzen.

Den Backofen auf 80 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Scharf anbraten

Die Gusseisenpfanne sehr stark erhitzen und wenig hitzebeständiges Öl hineingeben.

Die Steaks bei voller Hitze auf jeder Seite zwei Minuten kräftig anbraten. Dabei nicht ständig hin und her schieben – das Fleisch braucht Ruhe, damit sich eine schöne Kruste bilden kann.

Anschließend die Steaks in eine ofenfeste Form legen und den Temperaturfühler seitlich bis zur Mitte des Fleisches einstecken.

3. Im Backofen nachziehen lassen

Die Steaks bei 80 °C ungefähr zehn Minuten nachziehen lassen. Entscheidend ist allerdings nicht die Zeit, sondern die Kerntemperatur.

Bei 55 °C sind die Steaks wunderbar medium. Danach noch einige Minuten außerhalb des Backofens ruhen lassen und erst vor dem Servieren mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

4. Bunten Salat zubereiten

Den grünen Salat waschen und gut abtropfen lassen. Paradeiser und Paprika schneiden, die rote Zwiebel in feine Streifen hobeln.

Alles gemeinsam mit den schwarzen und grünen Oliven in Schüsseln anrichten. Mit Salz, Pfeffer, Mostessig vom Duller und steirischem Kürbiskernöl marinieren.

5. Knoblauchsemmeln im Airfryer

Die Kaisersemmeln halbieren.

Olivenöl mit der fein geriebenen Knoblauchzehe, Salz und schwarzem Pfeffer verrühren. Die Schnittflächen der Semmeln damit einpinseln.

Anschließend im Airfryer bei etwa 180 °C einige Minuten knusprig aufbacken. Dabei im Auge behalten – zwischen goldbraun und „Sonnenfinsternis in der Semmel“ liegen manchmal nur wenige Sekunden!

Peters Küchentipp

Beim Steak sollte man sich nicht ausschließlich auf die Uhr verlassen. Dicke, Ausgangstemperatur und Fleischqualität sind immer unterschiedlich. Ein Kerntemperaturfühler ist deshalb die sicherste Methode.

Meine Orientierung:

  • 50–52 °C: rare
  • 53–56 °C: medium rare bis medium
  • 57–60 °C: medium bis medium well
  • ab etwa 61 °C: zunehmend durchgegart

Mein Fazit

Ein saftiges Hochrückensteak, eine große Schüssel knackiger Salat und eine knusprige Knoblauchsemmel – mehr braucht es heute nicht.

Das Gericht ist sehr eiweißreich und liefert durch den Salat reichlich Gemüse. Ein 350-Gramm-Steak ist natürlich keine kleine Diätportion, aber manchmal darf auch ein richtiger Mannerteller auf den Tisch kommen. Entscheidend sind wie immer die Menge, die Beilagen und wie oft man sich so etwas gönnt.

Schnell gekocht, richtig gut und nach einem stressigen Tag genau das, was ich gebraucht habe.

Mahlzeit und gutes Gelingen!

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