Knusprige Grammeln selber machen – ein Stück Kärnten für den Campingplatz
Früher in meiner Kindheit gab es einen bekannten Werbespruch:
„Heute bleibt die Küche kalt, denn wir gehen in den Wienerwald.“
Die legendäre österreichische Gastrokette war für ihre Hühner in allen Variationen bekannt. Ob Grillhendl oder Backhendl – dort waren wahre Spezialisten am Werk.
Heute bleibt meine Küche ebenfalls kalt. Wir sind nämlich bei lieben Freunden aus dem Lavanttal eingeladen. Er ein ehemaliger Bauer, sie eine ehemalige Managerin – eine Kombination, die besser nicht sein könnte. Zwei Menschen, die immer gut gelaunt sind, gerne lachen und mit beiden Beinen im Leben stehen.
Überhaupt habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen, die vom Valalta-Virus angesteckt wurden, eine besondere Lebensfreude besitzen. Nudisten sind eben oft entspannter und weniger verbissen. Das schätze ich sehr.
Wenn unsere Freunde vor Ort sind, bringen sie immer ein Stück Heimat mit. Diesmal gibt es echte Kärntner Käsnudeln mit Grammeln. Nichts für Low-Carb-Päpste und Kalorienzähler. Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen. Da bekommt man direkt „Gaumen-Aquaplaning“.
Und wie geht es dabei eigentlich einem Veganer? Der muss beim Rasenmähen vermutlich schon Appetit bekommen. 😉
Aber keine Sorge. Heute gibt es kein Rezept für Kärntner Käsnudeln. Die auf dem Campingplatz herzustellen wäre beinahe ein Marathonlauf. Dafür zeige ich euch eine einfache Spezialität, die zu vielen Gerichten passt.

Knusprige Grammeln selber machen
Zutaten
- 1 kg Schweinerückenspeck
- 100 ml Wasser
- 1 Teelöffel Salz
Zubereitung
Den Schweinespeck in kleine Würfel schneiden. Je gleichmäßiger die Würfel sind, desto schöner werden später die Grammeln.
Den Speck mit dem Wasser und dem Salz in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze langsam auslassen. Dabei immer wieder umrühren.
Nach etwa 45 bis 60 Minuten beginnt sich das Fett vom Speck zu trennen. Die Würfel werden goldgelb und später herrlich knusprig.
Sobald die gewünschte Farbe erreicht ist, die Grammeln mit einem Schaumlöffel herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Das ausgelassene Fett keinesfalls wegwerfen! Daraus entsteht köstliches Grammelschmalz, das auf frischem Bauernbrot einfach herrlich schmeckt.
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Wer Grammeln selbst auslassen möchte, braucht kein Hightech. Mit einem großen Topf, einem guten Kochlöffel und einem stabilen Siebschöpfer gelingt diese alte Spezialität wie zu Großmutters Zeiten.
🥘 Großer Edelstahltopf (10 Liter)
Ideal zum langsamen Auslassen von 2 bis 5 kg Speck. Der hohe Topf sorgt dafür, dass nichts überspritzt.
🥄 Langer Holzkochlöffel
Damit werden die Grammeln immer wieder vorsichtig umgerührt und der Topf bleibt geschont.
🍳 Großer Siebschöpfer aus Edelstahl
Damit lassen sich die fertigen goldbraunen Grammeln bequem aus dem heißen Schmalz heben.
Mein Tipp: Das ausgelassene Schmalz nicht wegwerfen! Mit etwas Salz und frischem Bauernbrot entsteht daraus ein herrliches Grammelschmalz – ein echter Genuss aus der Kärntner Küche.
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