Früher war vieles anders. Fleisch gab es meist nur am Sonntag – und das war oft der Höhepunkt der Woche. Unter der Woche wurde bodenständig gekocht: süß, fleischfrei, sättigend und mit viel Handarbeit. Da wurde Teig gemacht, Nudeln geschnitten, gerührt und gebacken. Fertigprodukte? Fehlanzeige.
Eine Suppe stand fast immer am Tisch. Es musste nicht immer eine echte Rindssuppe sein. Oft reichte eine sogenannte „falsche Suppe“ – heißes Wasser mit Brühwürfel. Aber eines war Pflicht: Liebstöckel hinein! Ohne Luststock, wie wir Kärntner sagen, fehlte einfach die Seele im Teller.
Heute hole ich ein Gericht zurück, das fast schon verschwunden ist: Topfenhaluschka. Einfach, ehrlich, günstig – und herrlich gut. Mit original Kärntner Bröseltopfen schmeckt es besonders fein. Interessant dabei: In Ungarn gilt dieses Gericht in ähnlicher Form als Nationalgericht – dort kennt man es als Túrós Csusza.

Warum ich solche Gerichte liebe
Das sind Speisen aus einer Zeit, in der man aus wenig viel gemacht hat. Kein Chichi, kein Schäumchen, keine Pinzette – aber Geschmack, Wärme und Zufriedenheit. Genau solche Rezepte dürfen nicht verloren gehen.
Rezept: Kärntner Topfenhaluschka
Zutaten für 4 Portionen
- 150 g Bauchspeck
- 400 g breite Fleckerlnudeln, Bandnudeln oder zerbrochene Lasagneblätter
- Salz
- 1–2 EL Butter
- 250 g Kärntner Bröseltopfen am besten den Sonnenalmtopfen
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- Pfeffer aus der Mühle
- 125 ml Sauerrahm
- 2 EL Schnittlauch, frisch geschnitten
Zubereitung
- Speck auslassen
Bauchspeck klein würfeln und in einer Pfanne knusprig auslassen. Grammeln herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das ausgelassene Fett aufheben. - Nudeln kochen
Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest kochen, abseihen und gut abtropfen lassen. - Alles vermengen
Butter zum Speckfett geben, schmelzen lassen. Nudeln darin schwenken. - Topfen dazu
Bröseltopfen unterheben. Mit Paprika, Salz und Pfeffer würzen. - Anrichten
Auf Tellern anrichten. Jeweils einen Löffel Sauerrahm daraufgeben, mit Grammeln und Schnittlauch bestreuen.
Mein Küchentipp
Normale kleine Fertigfleckerln sind eher fad dafür. Nimm breite Nudeln oder zerbrochene Lasagneblätter – das kommt dem alten Original viel näher.
Für Vegetarier
Statt Speckwürfel geräucherten Tofu knusprig anbraten. Auch sehr fein – wenn man offen dafür ist.
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