Sommer, Sonne, Gemüsesuppe – so schmeckt Valalta
Jetzt ist richtig Sommer. Über 30 Grad im Schatten, die Getränke sind zum Glück eingekühlt und die kleine Eiswürfelmaschine läuft fast im Dauerbetrieb. Ohne Eiswürfel wäre das hier kein Campingurlaub, sondern ein freiwilliger Saunagang mit Wohnwagenanschluss.

In der Früh war ich in Rovinj beim Fleischer Mate und habe herrliches Beef Tatar eingekauft. Das gibt es aber erst spät am Abend, wenn die Sonne langsam im Meer versinkt und wir mit unseren Freunden bei knusprigem Toastbrot gemütlich zusammensitzen. Genau diese Abende sind es, warum man Valalta liebt.
Zu Mittag musste es heute aber etwas Leichtes sein. Bei dieser Hitze braucht der Körper keine schwere Kost, sondern etwas Ehrliches, Gesundes und Bekömmliches. Also bin ich zum Gemüsestand bei der Bäuerin gegangen und habe frisches Suppengemüse geholt – von allem eine Handvoll, was gerade im Garten wächst.
Erdäpfel, Karotten, Sellerie, Petersilie, Zwiebel, Kohlrabi, etwas Kohl und natürlich Liebstöckel. Den Liebstöckel hat mir meine Mutter damals mitgebracht, als sie nach Rovinj kam. Und jedes Mal, wenn der Duft in der Suppe aufsteigt, ist ein kleines Stück Heimat mit im Topf.
Warum Gemüsesuppe im Sommer ideal ist
Viele glauben ja, Suppe gehört nur in den Winter. Falsch gedacht. Gerade an heißen Tagen ist eine leichte Gemüsesuppe perfekt. Sie belastet nicht, bringt Flüssigkeit, Mineralstoffe und Geschmack auf den Teller.
Auf dem FKK-Campingplatz Valalta ist das besonders praktisch: Man braucht keine große Küche, keine komplizierten Zutaten und keinen halben Vormittag am Herd. Ein Topf, frisches Gemüse, ein bisschen Liebe – und schon steht ein ehrliches Essen am Tisch.
Bei uns gab es für jeden einen ordentlichen Teller Gemüsesuppe, leicht gebunden mit einer Zwiebel-Knoblauch-Einbrenn. Danach einen Espresso und Apfelkuchen von Dagmar. Nicht selbstgebacken, aber selbstgekauft – und sehr geschmackvoll. Das zählt auch. Man muss ja nicht immer alles selber machen. Sogar ein pensionierter Koch darf einmal Gnade walten lassen.

Rezept: Einfache Gemüsesuppe am Campingplatz
Zutaten für 4 Personen
- 2 mittelgroße Erdäpfel
- 2 Karotten
- 1 Stück Sellerie
- 1 kleiner Kohlrabi
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Handvoll Kohl, fein geschnitten
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Bund Petersilie
- 1 kleiner Zweig Liebstöckel
- ca. 1,2 Liter Wasser oder Gemüsefond
- Salz
- Pfeffer
- etwas Majoran nach Geschmack
- 1 Esslöffel Öl oder Butter
- 1 gestrichener Esslöffel Mehl
- eventuell etwas Suppenwürze, wenn es schnell gehen muss
Zubereitung
1. Gemüse vorbereiten
Die Erdäpfel, Karotten, Sellerie und den Kohlrabi schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Kohl fein schneiden. Die Petersilie hacken. Den Liebstöckel ganz lassen oder fein schneiden – je nachdem, wie intensiv du den Geschmack magst.
2. Suppe ansetzen
Das vorbereitete Gemüse in einen Topf geben und mit Wasser oder Gemüsefond aufgießen. Leicht salzen und langsam zum Kochen bringen.
Die Suppe etwa 20 bis 25 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist, aber nicht zerfällt. Eine gute Gemüsesuppe soll nicht aussehen, als wäre sie durch den Außenborder gegangen.
3. Einbrenn machen
In einem kleinen Topf oder einer Pfanne Öl oder Butter erhitzen. Die fein geschnittene Zwiebel darin glasig anschwitzen. Den Knoblauch kurz dazugeben, aber nicht braun werden lassen.
Dann das Mehl einrühren und kurz hell anschwitzen. Diese Einbrenn mit etwas heißer Suppe aufgießen, glatt rühren und anschließend in die Gemüsesuppe geben.
4. Abschmecken
Die Suppe noch einmal einige Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Petersilie und Liebstöckel abschmecken.
Wer möchte, kann noch etwas Majoran dazugeben. Aber Vorsicht: Liebstöckel ist der Kärntner Suppen-General. Wenn der marschiert, müssen die anderen Gewürze nicht mehr laut schreien.
Mein Tipp vom Koch
Die Suppe schmeckt am besten, wenn das Gemüse frisch vom Markt oder direkt vom Bauern kommt. Es muss nicht alles grammgenau sein. Gerade bei einer Gemüsesuppe darf man ruhig nehmen, was gerade da ist.
Auf dem Campingplatz gilt: einfach, ehrlich und gut. Wenn Karotten fehlen, kommt mehr Kohlrabi hinein. Wenn kein Sellerie da ist, nimmt man mehr Petersilie. Hauptsache, es schmeckt nach Gemüse und nicht nach Pulver.
Wer die Suppe kräftiger möchte, kann ein paar kleine Nudeln, Reis oder Grießnockerl dazugeben. Für heiße Sommertage mag ich sie aber lieber leicht und klar, nur sanft gebunden.
Dazu passt
- frisches Weißbrot
- geröstetes Toastbrot
- ein kleiner grüner Salat
- ein Espresso danach
- und, wenn Dagmar in der Nähe ist, ein Stück selbstgekaufter Apfelkuchen
Fazit
Diese Gemüsesuppe ist genau das richtige Essen für einen heißen Sommertag in Valalta. Einfach gekocht, gesund, leicht und trotzdem voller Geschmack. Kein großes Theater, kein Küchenstress, keine schweren Saucen – nur frisches Gemüse, ein guter Topf und ein bisschen Erinnerung an daheim.
Am Abend darf es dann ruhig wieder feiner werden: Beef Tatar vom Fleischer Mate, knuspriges Toastbrot, gekühlte Getränke und die Sonne, die im Meer versinkt.
So schmeckt Sommer. So schmeckt Camping. So schmeckt Valalta.


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