Perfekte Extrawurstsemmel mit Kalbspariser, Essiggurkerl und rescher Kaisersemmel

Extrawurstsemmel perfekt gemacht – mit Kalbspariser, Essiggurkerl und Liebe


Die perfekte Extrawurstsemmel – einfach, ehrlich, aber mit Gefühl

Mein Enkel und ich lieben sie: eine resche Extrawurstsemmel. Aber nicht irgendeine. Nicht so ein trauriges, zusammengequetschtes Ding aus der Kühltheke, wo man beim Reinbeißen nicht weiß: Ist das jetzt Jause oder Baumaterial?

Nein. Ich rede von einer Extrawurstsemmel, wie sie sein soll:
eine frische, knusprige Semmel, zarte Kalbspariser, süß-saure Gurkerl und alles so geschichtet, dass jeder Bissen passt.

Für mich ist so eine Semmel kein Nebendarsteller. Die gehört mit genauso viel Liebe gemacht wie ein Schweinsbraten, ein Rindschnitzel oder ein Sonntagsgulasch. Nur halt schneller. Und ohne drei Töpfe Abwasch – was auch einmal angenehm ist.


Die Semmel: resch muss sie sein

Bei der Semmel bin ich heikel. Am liebsten nehme ich eine vom Bäcker, besonders gern die vom Wienerroither. Außen resch, innen weich, aber nicht wattig.

Eine gute Semmel darf beim Aufschneiden ruhig ein bisserl krachen. Das ist Musik für meine Kochseele. Fast wie Applaus, nur mit Bröseln.

Wichtig:
Die Semmel nicht zerquetschen. Schön vorsichtig aufschneiden, damit sie ihre Form behält.


Die Wurst: Kalbspariser statt mehlige Supermarktware

Bei der Extrawurst gibt es für mich eine klare Richtung:
Ich nehme am liebsten Kalbspariser von Radatz.

Warum? Weil sie zart ist, leicht geräuchert schmeckt und nicht dieses mehlige Gefühl hat, das manche billige Extrawurst leider mitbringt. Eine gute Kalbspariser soll mild, saftig und fein sein – nicht nach „Presswurst mit Büroklammer“ schmecken.

Die Scheiben werden bei mir nicht einfach flach hineingelegt. Nein, nein.
Die werden locker gefaltet. So bleibt die Semmel luftig, saftig und schaut gleich viel besser aus.


Mein wichtigster Trick: Gurkerl zwischen die Wurst legen

Jetzt kommt der Punkt, der über Glück oder Gatsch entscheidet.

Die Essiggurkerl kommen bei mir nicht einfach oben auf die Wurst und dann Deckel drauf. Das wäre der schnelle Weg zur nassen Obersemmel.

Ich schneide süß-saure Gurkerl der Länge nach in Scheiben und lege sie zwischen zwei Schichten Wurst.

Warum?
Weil die Gurkerl dort ihren Geschmack abgeben, aber der obere Semmelteil trocken und resch bleibt. Genau so muss das sein.

Das ist keine Raketenwissenschaft. Aber es ist Küchenlogik. Und Küchenlogik ist oft wichtiger als ein Thermomix mit WLAN.


Rezept: Die perfekte Extrawurstsemmel

Zutaten für 1 perfekte Semmel

  • 1 frische Kaisersemmel, am besten vom Bäcker
  • ca. 5–6 Scheiben Kalbspariser Extrawurst
  • 2–3 süß-saure Essiggurkerl, länglich geschnitten
  • optional etwas mittelscharfer Senf
  • eventuell ein kleines Stück Butter, wenn man es besonders fein mag
  • 1 Serviette, weil eine gute Extrawurstsemmel nicht nebenbei gegessen wird

Zubereitung

1. Semmel vorbereiten

Die Kaisersemmel frisch aufschneiden. Nicht zusammendrücken, nicht reißen, nicht hektisch werden.
Die Kruste soll knusprig bleiben, das Innere weich.

Wer mag, kann die Semmel ganz dünn mit Butter bestreichen. Das ist kein Muss, aber manchmal ein kleines Luxusplatzerl im Alltag.


2. Kalbspariser locker falten

Die Kalbspariser-Scheiben nicht flach hineinlegen, sondern locker falten.
So kommt Luft hinein und die Semmel wirkt nicht wie eine gepresste Baustellenjause.

Die erste Schicht Wurst kommt auf die untere Semmelhälfte.


3. Gurkerl richtig platzieren

Jetzt kommen die länglich geschnittenen süß-sauren Essiggurkerl auf die Wurst.

Ganz wichtig:
Die Gurkerl sollen nicht direkt unter dem Semmeldeckel liegen, sonst wird der obere Teil weich und feucht.


4. Noch einmal Wurst darüberlegen

Über die Gurkerl kommt noch einmal eine Lage Kalbspariser.

Das ist mein Extrawurstsemmel-Geheimnis:
Die Gurkerl sind gut eingebettet, geben Geschmack und Frische, aber die Semmel bleibt oben schön trocken und resch.


5. Deckel drauf und genießen

Den Semmeldeckel vorsichtig aufsetzen, leicht andrücken und sofort essen.

Nicht eine Stunde herumliegen lassen.
Eine perfekte Extrawurstsemmel wartet nicht. Die will gegessen werden, solange sie noch frisch, resch und saftig ist.


Was passt dazu?

Für mich ganz klar:
Ein kaltes Bier.

Für meinen Enkel:
Ein Cola Zero.

Und dann sitzen wir da, beißen hinein und wissen: Man braucht nicht immer Kaviar, Trüffel und Schaum von irgendwas. Manchmal reicht eine perfekte Extrawurstsemmel – wenn sie mit Hirn, Herz und Hunger gemacht ist.


Peter Opas Extrawurstsemmel-Regel

Eine gute Extrawurstsemmel besteht aus wenigen Dingen. Aber jedes davon muss passen.

Die Semmel muss resch sein.
Die Wurst muss zart sein.
Die Gurkerl müssen süß-sauer und knackig sein.
Und der Mensch, der sie macht, darf nicht lieblos sein.

Denn selbst eine Wurstsemmel merkt, ob sie nur zusammengeklatscht wurde oder ob sich jemand gedacht hat:
„Die soll jetzt richtig gut werden.“


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2 Kommentare zu „Extrawurstsemmel perfekt gemacht – mit Kalbspariser, Essiggurkerl und Liebe“

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