Der große Eurovision Song Contest Finale in Wien – und wir mitten drin. Karten für das Finale? Leider keine bekommen. Aber ehrlich gesagt: Das Public Viewing am Rathausplatz hatte seinen ganz eigenen Charme. Laut, bunt, chaotisch und trotzdem perfekt organisiert. Genau so muss ein ESC sein.
Bereits um 16 Uhr standen wir am Rathausplatz beim ESC Finale Wien 2026. Schon beim Eingang wurde klar: Sicherheit wird hier großgeschrieben. Polizei überall, Kontrollen streng aber freundlich. „No Bag!“ hörte man ständig. Erlaubt war praktisch nur das, was in eine Hosentasche passt. Geldbörse? Eigentlich überbewertet. Handy oder Smartwatch zum Bezahlen war die beste Lösung.
Kulinarisch war der Rathausplatz ein eigenes kleines Europa. Von Snacks im Stanitzel über Burger, Bowls, Würstel bis zu internationalen Spezialitäten gab es fast alles. Serviert wurde in Bechern, Tellern oder Kartonschalen – typisch Festival eben. Preislich allerdings eher Song Contest als Würstelstand: Zwischen 10 und 15 Euro für kleinere Portionen. Für den kleinen Hunger okay, für die Geldtasche eher weniger lustig.
Wir waren aber schlau und hatten schon vorher beim Burgenländer beim Stadion ordentlich gegessen. Gebackene Kalbsleber, Cordon Bleu und Schweinefilet mit Spargel – da braucht man später am ESC nur mehr ein Getränk und vielleicht eine Kleinigkeit zum Knabbern.
Anfangs waren die Getränkestände noch angenehm besucht. Doch später? Teilweise 30 Minuten Wartezeit für ein Getränk. Da merkt man erst, wie viele Tausende Menschen eigentlich dort feiern.
Wir verzogen uns schließlich etwas aus dem größten Trubel und fanden vor dem Burgtheater in einem Straßenbahn-Wartehäuschen einen perfekten Platz mit Blick auf eine riesige Videowall. Anfangs saßen dort nur wir und ein Juror aus Griechenland auf der Bank. Doch keine halbe Stunde später war rundherum alles voller Fans. Tausende Menschen, Regenjacken, Fahnen, Gesang und pure ESC-Stimmung.
Ein großes Lob an die Organisation und an die Polizei. Trotz der Menschenmassen blieb alles ruhig und freundlich geregelt. Das schafft nicht jede Stadt.
Nach dem zehnten Teilnehmer wurde es allerdings kalt. Nieselregen zog über Wien und irgendwann gewinnt dann doch das warme Bett. Also schnell ein Taxi bestellt und zurück ins Hilton Hotel an der Donau gefahren. Dort wartete das Kingsize Bett, Snacks, gekühlte Getränke und die perfekte Aussicht aufs Finale – diesmal eben gemütlich vom Fernseher aus.
Und ganz ehrlich? Das Voting mit Knabbergebäck im warmen Bett hatte auch seinen Reiz.



Heute geht es noch in den Prater ins berühmte Schweizerhaus auf ein oder zwei Frühschoppenbiere. Knusprige Stelze mit Senf & Kren, Backhendl für meinen Enkel, danach noch frische Schaumrollen. Und wenn sich noch Platz ausgeht, vielleicht später ein Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster vom Demel. Für mich einer der süßesten Abschlüsse eines Wien-Wochenendes.

Original Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster
Zutaten für 4 Personen
Für den Kaiserschmarrn
- 6 Eier
- 250 ml Milch
- 150 g glattes Mehl
- 1 EL Zucker
- 1 Prise Salz
- 40 g Rosinen
- etwas Rum zum Einweichen
- Butter zum Backen
- Staubzucker zum Bestreuen
Für den Zwetschkenröster
- 500 g Zwetschken
- 80 g Zucker
- 1 Zimtstange
- etwas Zitronenschale
- 100 ml Wasser
Zubereitung
Die Rosinen zuerst in etwas Rum einweichen. Das gehört für mich zu einem echten Kaiserschmarrn einfach dazu.
Eier trennen. Dotter mit Milch, Zucker und Mehl glatt verrühren. Eiklar mit einer Prise Salz zu festem Schnee schlagen und vorsichtig unterheben. Zum Schluss die Rosinen dazugeben.
In einer großen Pfanne reichlich Butter erhitzen. Die Masse eingießen und langsam goldbraun backen. Danach wenden und mit zwei Gabeln oder einem Pfannenwender in grobe Stücke reißen.
Jetzt kommt der wichtigste Punkt: Nochmals etwas Butter dazugeben und den Schmarrn leicht karamellisieren lassen. Genau dadurch bekommt er diesen herrlichen Geschmack wie auf einer Wiener Almhütte.
Für den Zwetschkenröster die Zwetschken entkernen und mit Zucker, Wasser, Zimt und Zitronenschale langsam weich kochen. Nicht zu Tode rühren – die Stücke sollen schön erhalten bleiben.
Den Kaiserschmarrn großzügig mit Staubzucker bestreuen und mit warmem Zwetschkenröster servieren.
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