Meine Frau liebt Geflügel aus dem Airfryer über alles. Und ich kann sie verstehen: Nicht im Fett schwimmend, sondern schön resch gebraten, knusprig und würzig – genau so sollen Hühnerflügel sein.
„Chicken Wings Airfryer“
Früher hörte man ja manchmal den Spruch: „Wenn du ein Hendl isst, brauchst bei einem grippalen Infekt kein Antibiotikum.“
Das gehört für mich eher in die Abteilung Küchengeschichten aus früheren Zeiten. Ein grippaler Infekt wird meist durch Viren verursacht, dagegen helfen Antibiotika ohnehin nicht. Ein gutes Hendl kann höchstens die Stimmung heben – und das ist ja auch schon etwas. 😉
Geflügel und Salmonellen – bei mir wird nichts gewaschen
Beim Umgang mit rohem Geflügel bin ich ziemlich konsequent.
Ich wasche Hühnerteile niemals unter dem Wasserhahn ab. Sind nämlich Keime auf dem Fleisch, verteilt man sie durch Wasserspritzer möglicherweise erst recht rund um Spüle und Arbeitsfläche.
Deshalb: Auspacken, würzen, Hände und Arbeitsgeräte sauber halten und das Geflügel anschließend ordentlich durchgaren.
Bei mir haben Salmonellen schlechte Karten.
Geflügel wird immer vollständig durchgegart. Wer ganz sicher gehen möchte, kontrolliert die Kerntemperatur: Rund 75 °C im dicksten Teil sind ein guter Richtwert.
Und was ist mit dem amerikanischen „Chlorhuhn“?
Beim berühmten amerikanischen „Chlorhuhn“ bin ich weniger aufgeregt als manch anderer.
Der Gedanke hinter solchen Verfahren ist schließlich, mögliche Krankheitserreger auf der Oberfläche des Geflügels zu reduzieren. Chlorverbindungen werden ja auch zur Aufbereitung von Wasser eingesetzt.
Für mich bleibt trotzdem entscheidend: saubere Verarbeitung, gute Qualität und richtiges Durchgaren.
Und damit genug über Salmonellen und Chlor geredet – schließlich wollen wir etwas essen!
Heute gibt es Chicken Wings mit Teriyakisauce
Heute kommen bei uns knusprige Hühnerflügel aus dem Airfryer auf den Tisch.
Dazu gibt es eine würzig-süße Teriyakisauce, einen pikanten mexikanischen Chilireis und einen knackigen Eisbergsalat mit meinem einfachen Apfelessig-Senf-Dressing.
Ein richtig schönes Essen: würzig, knusprig, ein bisserl scharf und trotzdem nicht schwer.

Rezept: Chicken Wings aus dem Airfryer mit Teriyakisauce und Chilireis
Zutaten für 4 Personen
Für die Chicken Wings
- 1–1,2 kg Hühnerflügel
- 1 EL Öl
- Salz
- Pfeffer
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- ½ TL geräuchertes Paprikapulver
- etwas Knoblauchgranulat
- etwas Chili nach Geschmack
- 4–5 EL Teriyakisauce
Für den mexikanischen Chilireis
- 250 g Langkornreis
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 rote Paprika
- 1 EL Öl
- 1 EL Paradeismark
- ca. 500 ml Wasser oder Gemüsefond
- Paprikapulver
- Chili nach Geschmack
- Salz
- Pfeffer
- etwas Kreuzkümmel nach Geschmack
- gehackte Petersilie oder Koriander
Für den Eisbergsalat
- 1 kleiner Eisbergsalat
- 3 EL Apfelessig
- 4 EL Olivenöl
- 1 TL Senf
- Salz
- Pfeffer
- 1 kleine Knoblauchzehe
- 1 Prise Zucker
Zubereitung
Chicken Wings im Airfryer
Die Hühnerflügel aus der Verpackung nehmen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Nicht waschen.
Mit Öl, Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Knoblauch und etwas Chili gut vermengen.
Den Airfryer auf etwa 190 °C vorheizen.
Die Wings möglichst nebeneinander in den Korb legen und je nach Größe etwa 25–30 Minuten knusprig garen. Nach ungefähr der Hälfte der Zeit wenden oder den Korb ordentlich durchschütteln.
Zum Schluss die Wings mit der Teriyakisauce bepinseln und noch einmal etwa 3–5 Minuten bei 200 °C karamellisieren lassen.
Aber aufpassen: Durch den Zucker in der Teriyakisauce kann es gegen Ende schnell gehen.
Jetzt sollen sie glänzen, duften und richtig schön resch sein.
Mexikanischer Chilireis
Zwiebel und Knoblauch fein schneiden, Paprika würfeln.
Das Öl erhitzen, Zwiebel und Paprika kurz anschwitzen. Knoblauch und Paradeismark dazugeben und kurz mitrösten.
Den Reis einrühren und mit Wasser oder Gemüsefond aufgießen.
Mit Salz, Pfeffer, Paprika, Chili und nach Geschmack etwas Kreuzkümmel würzen.
Zugedeckt bei kleiner Hitze garen, bis der Reis weich und die Flüssigkeit aufgenommen ist.
Zum Schluss mit gehackter Petersilie oder Koriander bestreuen.
Mein Dressing für den Eisbergsalat
Apfelessig, Senf, Salz, Pfeffer, fein geriebenen Knoblauch und eine kleine Prise Zucker verrühren.
Dann das Olivenöl einrühren, bis eine schöne Emulsion entsteht.
Über den frisch geschnittenen Eisbergsalat geben und erst unmittelbar vor dem Servieren durchmischen – dann bleibt er richtig knackig.
Knusprig statt fettig
Genau deshalb gefällt uns der Airfryer so gut.
Die Hühnerflügel werden außen wunderbar resch und knusprig, innen bleiben sie saftig – und ich brauche dafür keine halbe Fritteuse voll Öl.
Geflügel liefert außerdem viel hochwertiges Eiweiß sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Entscheidend ist für mich aber sowieso etwas anderes:
Es muss schmecken.
Und wenn meine Frau bei den knusprigen Wings gleich nach dem nächsten greift, weiß ich ohnehin, dass ich alles richtig gemacht habe.
So lässt es sich leben.
Mahlzeit!
Euer Peter
