Heute ist unser vorletzter Tag in Valalta. Heuer haben wir zweieinhalb Monate in diesem FKK-Paradies verbracht – eine lange, schöne Zeit mit Sonne, Meer, Freunden und natürlich vielen kulinarischen Erlebnissen.
Bevor es wieder nach Hause geht, heißt es allerdings: abbauen, zusammenpacken und alles ordentlich verräumen. Wer einen Wohnwagen hat, weiß, dass sich in zweieinhalb Monaten erstaunlich viel ansammelt. Da taucht plötzlich so manches Teil auf, das man schon seit Wochen gesucht hat. Fast wie Weihnachten – nur mit Heringen, Kabeln und Campinggeschirr.
Am Abend bleibt unsere Campingküche deshalb kalt. Zum Abschluss gehen wir in die Stancija Montero. Für mich ist das eine ehrliche Konoba, wie ich sie mag: keine große Show, sondern herzliche Gastfreundschaft und richtig guter Fisch. Meiner Meinung nach bekommt man dort einen der besten Fische der Gegend.
Für mich gibt es Pasta mit Meeresfrüchten und dazu einen gemischten Salat. Auf dem Teller landen Muscheln, Garnelen, Calamari und fangfrischer Fisch in einer kräftigen, aromatischen Sauce. Genau so muss Urlaub am Meer schmecken.
Das Beste daran: Der Koch und Hausherr hat mir verraten, wie er seine Pasta mit Meeresfrüchten zubereitet. Sein wichtigster Rat war ganz einfach: gute Zutaten, kräftige Hitze und die Meeresfrüchte nicht zu lange garen. Aus seinen Tipps ist dieses Rezept entstanden.
Rezept: Pasta mit Meeresfrüchten wie in der Konoba
Zutaten für 4 Personen
- 400 g Tagliatelle, Linguine oder Spaghetti
- 800 g gemischte Meeresfrüchte, zum Beispiel Miesmuscheln, Garnelen, Calamari und Fischfilet
- 3 Knoblauchzehen
- 250 g Kirschtomaten
- 200 ml trockener Weißwein
- 150 ml Fischfond
- 3–4 EL gutes Olivenöl
- 1 EL Tomatenmark
- 1 kleine rote Chilischote, nach Geschmack
- 1 Bund glatte Petersilie
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- etwas Zitronensaft
- bei Bedarf etwas Nudelwasser
Zubereitung
- Die Muscheln gründlich kontrollieren und säubern. Bereits geöffnete Muscheln, die sich beim Antippen nicht schließen, aussortieren. Garnelen putzen, Calamari in Ringe und das Fischfilet in mundgerechte Stücke schneiden.
- Die Pasta in reichlich Salzwasser knapp al dente kochen. Vor dem Abgießen eine Tasse Nudelwasser aufheben.
- Das Olivenöl in einer großen, breiten Pfanne kräftig erhitzen. Garnelen und Calamari kurz anbraten und anschließend wieder aus der Pfanne nehmen. So bleiben sie saftig und werden nicht zäh.
- Den fein gehackten Knoblauch und nach Wunsch die Chilischote kurz im Bratrückstand anschwitzen. Der Knoblauch darf Farbe bekommen, aber nicht verbrennen. Das Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten.
- Die halbierten Kirschtomaten dazugeben, kurz schmoren lassen und alles mit Weißwein ablöschen. Den Fischfond zugießen und die Sauce einige Minuten kräftig einkochen lassen.
- Die Muscheln in die Pfanne geben, zudecken und garen, bis sie sich geöffnet haben. Geschlossene Muscheln danach aussortieren.
- Nun Fischstücke, Garnelen und Calamari zurück in die Pfanne geben. Alles nur noch wenige Minuten ziehen lassen. Die Meeresfrüchte sollen gerade durchgegart, aber keinesfalls trocken sein.
- Die Pasta direkt in die Pfanne geben und mit der Sauce vermengen. Falls nötig, etwas Nudelwasser dazugeben, bis die Sauce schön an den Nudeln haftet. Mit Pfeffer, wenig Salz, Zitronensaft und reichlich gehackter Petersilie abschmecken.
Peters Küchengeheimnis
Meeresfrüchte brauchen keine halbe Gewürzschublade. Knoblauch, Petersilie, gutes Olivenöl, Weißwein und ein wenig Chili reichen vollkommen. Entscheidend ist die Reihenfolge: Calamari und Garnelen zuerst kurz und heiß anbraten, wieder herausnehmen und erst ganz zum Schluss zurück in die Sauce geben.
Und Parmesan? Der bleibt bei dieser Pasta im Kühlschrank. Auf eine kräftige Meeresfrüchte-Pasta gehört für mich kein Käse – der würde den feinen Geschmack von Fisch, Muscheln und Garnelen nur überdecken.
Was passt dazu?
Wir essen dazu einen einfachen gemischten Salat mit knackigem Blattsalat, Tomaten, Gurken und Zwiebeln. Ein Stück Weißbrot darf ebenfalls nicht fehlen, denn von dieser Sauce sollte kein Tropfen auf dem Teller zurückbleiben. Dazu passt ein gut gekühlter istrischer Malvazija.
So klingt unser langer Aufenthalt in Valalta kulinarisch aus: mit einem Teller voller Meer, einem Glas Wein und ein bisschen Wehmut. Morgen wird endgültig zusammengepackt. Aber eines ist sicher: Valalta und die Stancija Montero werden uns wiedersehen.
