Heute musste das Faschierte verbraucht werden. Nur was daraus machen?
Hackbraten, Sauce Bolognese, faschierte Laibchen, Ćevapčići und Hamburger standen in letzter Zeit schon auf unserem Speiseplan. Also musste etwas anderes her – ein einfaches Wohlfühlgericht, in das man sich am liebsten hineinlegen möchte:
Hascheenudeln!
Keine große Küchenakrobatik, keine ausgefallenen Zutaten und schon gar kein Fertigprodukt. Nur Faschiertes, Zwiebel, Knoblauch, Nudeln und ein bisserl Petersilie. Mehr braucht es manchmal gar nicht zum Glücklichsein.
Das Faschierte wird gemeinsam mit Zwiebel und Knoblauch kräftig angeröstet und anschließend langsam im eigenen Saft geschmort. Dann kommen die gekochten Nudeln dazu und dürfen den ganzen guten Geschmack aufnehmen.
Noch reichlich frisch gehackte Petersilie darüber und dazu ein knackiger grüner Salat – so lässt es sich leben!

Rezept für Hascheenudeln
Zutaten für 3 bis 4 Portionen
- 500 g gemischtes Faschiertes
- 350 g Nudeln, zum Beispiel Fleckerl, Hörnchen oder Bandnudeln
- 1 große Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Öl oder Butterschmalz
- etwa 100 ml Rindsuppe oder Wasser
- 1 TL Majoran
- Salz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1 kleine Prise Paprikapulver
- 2 EL frisch gehackte Petersilie
Für den grünen Salat
- 1 Häuptel grüner Salat
- Essig
- Öl
- Salz
- eventuell eine kleine Prise Zucker
- nach Wunsch etwas Knoblauch
Zubereitung
Faschiertes kräftig anrösten
Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken.
Öl oder Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebel darin langsam goldgelb anrösten. Den Knoblauch kurz mitrösten, aber nicht zu dunkel werden lassen.
Nun das Faschierte dazugeben und bei kräftiger Hitze gut anbraten. Dabei mit dem Kochlöffel zerteilen, damit keine großen Klumpen bleiben. Das Fleisch darf ruhig ein wenig Farbe bekommen – genau diese Röstaromen machen später den guten Geschmack aus.
Mit Salz, Pfeffer, Majoran und einer kleinen Prise Paprikapulver würzen. Die Rindsuppe oder etwas Wasser zugießen und das Faschierte bei kleiner Hitze ungefähr 15 Minuten im eigenen Saft schmoren lassen.
Nudeln untermengen
Währenddessen die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Abseihen, aber nicht abschrecken.
Die heißen Nudeln direkt unter das geschmorte Faschierte mischen. Alles noch zwei bis drei Minuten gemeinsam in der Pfanne ziehen lassen. Falls die Hascheenudeln zu trocken wirken, einfach noch einen kleinen Schöpfer Nudelwasser oder etwas Rindsuppe dazugeben.
Zum Schluss mit reichlich frisch gehackter Petersilie bestreuen.

Dazu gehört ein knackiger grüner Salat
Den grünen Salat waschen, gut abtropfen lassen und erst unmittelbar vor dem Essen mit Essig, Öl und Salz marinieren. Wer möchte, gibt noch eine Prise Zucker und etwas fein gehackten Knoblauch dazu.
Dann kommen die dampfenden Hascheenudeln auf den Teller und der knackige Salat daneben. Ein Essen ohne Schnickschnack, aber mit ganz viel Geschmack.
Mein Küchentipp
Das Faschierte wirklich kräftig anrösten und nicht bloß grau dünsten. Am besten eine große Pfanne verwenden und das Fleisch erst wenden, wenn es an der Unterseite schön gebräunt ist.
Und bitte die Petersilie nicht nur als Dekoration betrachten. Sie bringt Frische in das herzhafte Gericht und gehört für mich bei echten Hascheenudeln unbedingt dazu.
So schnell kann aus einem Stück Faschiertem, das verbraucht werden muss, ein richtiges Lieblingsessen werden. Manchmal sind eben die einfachen Gerichte die besten – und diese Hascheenudeln sind wirklich so gut, dass man sich hineinlegen könnte!
