raw meat slices on wooden chopping board

Schweinskoteletts im eigenen Saft – ein Rezept aus meiner Kochlehrzeit

Schweinskoteletts im eigenen Saft gehören zu jenen traditionellen Gerichten, die ich schon als junger Koch von den älteren Köchinnen gelernt habe. Ohne viel Schnickschnack, dafür mit kräftigem Bratensaft, Zwiebeln, Knoblauch und einem Schuss Weißwein. Dazu gibt es bei mir klassische Petersilerdäpfel und knackigen Eissalat.

Illustration mit Kärntner Farben vor traditionellen Speisen und dem Schriftzug „Donnerstag – Uralte Kärntner Rezepte“ als kulinarische Blog-Serie

So habe ich auch diese Schweinskoteletts im eigenen Saft kennengelernt.

Die Koteletts werden kräftig angebraten und anschließend mit Zwiebeln, Knoblauch und einem kleinen Schuss Weißwein ganz langsam geschmort. Dadurch entsteht praktisch von selbst ein wunderbares Natursaftl.

Dazu gibt es bei mir Petersilerdäpfel und Eissalat. Mehr braucht dieses Essen wirklich nicht.

Schweinekoptelett im eigenen Saft geschmort
raw meat slices on wooden chopping board

Schweinskoteletts im eigenen Saft mit Petersilerdäpfeln und Eissalat

Schweinskoteletts im eigenen Saft mit Petersilerdäpfeln und Eissalat: ein klassisches Gericht aus Peters Kochlehrzeit.
Portionen: 4

Zutaten
  

  • 4 Schweinskoteletts
  • 2 größere Zwiebeln
  • 2–3 Knoblauchzehen
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • etwas Öl oder Butterschmalz zum Anbraten
  • ca. 100 ml trockener Weißwein
  • etwas Wasser oder Suppe nach Bedarf
  • ca. 800 g Erdäpfel
  • etwas Butter
  • reichlich frisch gehackte Petersilie
  • Salz
  • 1 Kopf Eissalat
  • Essig
  • Öl
  • Salz
  • nach Geschmack eine kleine Prise Zucker

Zubereitung
 

  1. Die Koteletts vorbereiten: Die Schweinskoteletts nicht klopfen. Das ist mir wichtig. Ein gutes Kotelett braucht keinen Fleischhammer. Lediglich den Fettrand beziehungsweise die Sehnen am Rand zwei- bis dreimal leicht einschneiden. Dadurch wölben sich die Koteletts beim Braten nicht auf. Anschließend auf beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Kräftig anbraten: In einer großen Pfanne etwas Öl oder Butterschmalz stark erhitzen. Die Koteletts darin auf beiden Seiten kräftig anbraten, sodass sie eine schöne Farbe bekommen. Dann die in Ringe oder Streifen geschnittenen Zwiebeln und den gehackten Knoblauch dazugeben und kurz mitrösten. Aber beim Knoblauch aufpassen – der soll nicht dunkel werden, sonst wird er bitter.
  3. Mit Weißwein ablöschen: Mit einem kleinen Schuss Weißwein ablöschen. Den Bratensatz vom Pfannenboden lösen und anschließend einen kleinen Schluck Wasser oder Suppe zugießen. Jetzt kommt der wichtigste Teil: Hitze zurücknehmen. Die Koteletts zugedeckt bei kleiner Hitze ungefähr 30 Minuten sanft dünsten beziehungsweise schmoren lassen. Zwischendurch kontrollieren und bei Bedarf noch etwas Wasser oder Suppe zugießen. Nicht zu viel Flüssigkeit auf einmal hineingeben. Wir wollen schließlich keine Suppe daraus machen. Durch die Zwiebeln, den Fleischsaft und den Bratrückstand entsteht nach und nach ein herrliches, natürliches Saftl.
  4. Petersilerdäpfel: Die Erdäpfel schälen, in gleich große Stücke schneiden und in Salzwasser weich kochen. Abseihen und kurz ausdampfen lassen. Etwas Butter dazugeben und mit reichlich frisch gehackter Petersilie durchschwenken. Fertig.
  5. Eissalat dazu: Den Eissalat waschen, gut abtropfen lassen und mundgerecht schneiden. Mit Essig, Öl und Salz marinieren. Wer es gerne etwas runder mag, gibt noch eine kleine Prise Zucker dazu. Ich richte den Salat erst unmittelbar vor dem Essen an, damit er schön knackig bleibt.

Peters Küchentipp

Bei diesem Gericht ist Geduld wichtiger als eine lange Zutatenliste.

Die Koteletts zuerst ordentlich anbraten und danach nur noch ganz leise schmoren lassen. Das Fleisch soll nicht wild kochen.

Und vor allem: Das Saftl nicht mit Mehl oder irgendwelchen Fertigpulvern binden. Zwiebel, Fleischsaft, Bratensatz und ein wenig Zeit reichen vollkommen aus.

So haben es mir die älteren Köchinnen vor vielen Jahren gezeigt.

Und wenn ein Rezept nach so langer Zeit noch immer auf den Tisch kommt, dann haben sie damals wohl einiges richtig gemacht.

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