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Freitagsfang: Fischfilet mit fruchtiger Currysauce und Reis

Fischfilet mit fruchtiger Currysauce ist ein Fischgericht, das eigentlich jeder mag. Es ist mild, cremig, leicht fruchtig und mit Reis eine wunderbare Mahlzeit für die ganze Familie.

Ein Fischgericht, das eigentlich jeder mag

Freitagsfang

Fisch ist so eine Sache. Viele sagen: „Ja eh, Fisch sollte man öfter essen.“
Und dann liegt er doch wieder nicht am Teller, sondern höchstens als Vorsatz im Hinterkopf.

Dabei wäre Fisch eigentlich ein wunderbares Lebensmittel. Leicht, bekömmlich, schnell fertig und geschmacklich viel besser als so manche Kapsel, die man sich teuer aus der Apotheke holt. Omega 3 klingt aus der Dose zwar modern, aber ehrlich gesagt: Ein gutes Fischgericht schmeckt mir lieber als jede Pille.

Da meine Mutter sich gerade von ihrer Fußoperation erholt, koche ich in letzter Zeit immer wieder einmal für sie mit. Auch Helga, unsere Käsnudel-Spezialistin, versorgt Mutti ab und zu mit etwas Gutem. Und natürlich ist auch meine Schwester, die gleich nebenan wohnt, für sie da und schaut auf sie.

Auf Wunsch meiner Mutter habe ich noch einmal für sie aufgekocht, solange sie sich erholt. Diesen Wunsch habe ich ihr natürlich sehr gerne erfüllt. Ich freue mich, dass ich ihr helfen konnte und dass es ihr mittlerweile wieder besser geht. Bald wird sie hoffentlich wieder selbst in ihrer Küche stehen können – so wie früher.

Meine Mutter isst auch gerne Fisch, aber leider viel zu selten. Angst vor den Gräten. Dabei wäre es gar nicht so schwer, ein- bis zweimal in der Woche Fisch auf den Speiseplan zu bringen. Man muss ja nicht immer gleich den großen Küchenzauber aufführen. Manchmal reicht ein gutes Filet, eine feine Sauce und ein Häferl Reis dazu.

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Als Kind kann ich mich noch gut erinnern: Da gab es keine schicken Omega-3-Kapseln mit Vanilleduft und Apothekenglanz. Da gab es Lebertran. Einen Esslöffel voll. Ohne Verhandlung. Ohne Kapsel. Ohne Gnade.

Das Zeug hat geschmeckt, als hätte ein alter Fisch in einer Turnpatsche übernachtet.

Später kam dann Sanostol. Das war zwar etwas freundlicher zur Kinderseele, aber auch wieder so ein Nahrungsergänzungsmittel, das mehr versprochen hat als ein Politiker vor der Wahl. Gesund sollte es sein. Geschmeckt hat es trotzdem verdächtig nach Pflichtprogramm.

Heute sind wir zum Glück ein bissl klüger. Wir wissen: Richtig essen ist oft besser als irgendetwas zusätzlich schlucken. Und Fisch muss auch nicht immer teuer sein. Früher war frischer Fisch schwer zu bekommen und oft sauteuer. Heute bekommt man ordentliche Tiefkühlware fast überall. Sogar im Supermarkt. Ja, auch Käpt’n Iglo darf manchmal mit an Bord.

vibrant fresh fruit salad close up
frisches Früchte für die Sauce

Mein Freund Gottfried, auch ein Koch und Diätologe aus alten Zeiten, hat mir dazu eine schöne Geschichte erzählt. Er hat seiner Enkelin ein Fischgericht gekocht – und die Kleine soll gesagt haben, das sei das beste Essen, das der Opa überhaupt je gekocht hat.

Da horcht ein Koch natürlich auf.

Es waren keine teuren Naturfilets, sondern einfache tiefgekühlte Fischblöcke vom Dorsch oder Kabeljau. Gewürzt, in wenig Brühe sanft pochiert, und aus dem Fischsud hat er mit Kokosmilch eine fruchtige Currysauce gekocht. Dazu klein geschnittene Früchte, die gerade Saison haben: Honigmelone, Apfel, Pfirsich, Marille, Beeren, Banane – was da ist, darf hinein.

Nicht zu scharf, weil Kinder mitessen. Schön gelb vom Curry, cremig durch die Kokosmilch, fruchtig im Geschmack und dazu gedämpfter Reis.

Fertig ist ein Fischgericht, bei dem keiner grantig wird. Nicht einmal die Enkelin. Und das ist in der Familienküche fast schon ein Michelin-Stern.


Käpten peterschmankerl
Käpten peterschmankerl

Fischfilet mit fruchtiger Currysauce und Reis

Zutaten für 4 Personen

Für den Fisch:

  • 600–800 g tiefgekühltes Fischfilet oder Fischblöcke vom Dorsch/Kabeljau
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Zitronensaft
  • 250 ml Gemüsebrühe oder leichte Fischbrühe
  • 1 kleines Stück Butter oder ein Schuss Öl

Für die fruchtige Currysauce:

  • Fischsud vom Pochieren
  • 250 ml Kokosmilch
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 TL mildes Currypulver
  • 1 kleine Prise Kurkuma, wenn man die Sauce noch schöner gelb haben möchte
  • 1 TL Mehl oder Speisestärke zum Binden
  • 1 Schuss Obers oder Milch, wenn die Sauce milder werden soll
  • Salz
  • Pfeffer
  • eventuell ein Spritzer Zitronensaft

Früchte nach Saison und Geschmack:

  • Honigmelone
  • Apfel
  • Pfirsich
  • Marille
  • Banane
  • Beeren
  • Mango
  • Ananas

Man braucht nicht alles. Zwei bis drei Sorten reichen völlig. Wichtig ist: klein würfelig schneiden.

Als Beilage:

  • 250 g Reis
  • Salz
  • eventuell ein kleines Stück Butter

Zubereitung

1. Reis kochen

Den Reis in leicht gesalzenem Wasser oder im Reiskocher garen.
Wer mag, gibt am Schluss ein kleines Stück Butter dazu. Das macht den Reis runder und freundlicher. Reis ohne Butter ist manchmal wie ein Wirt ohne Schmäh – eh da, aber es fehlt was.


2. Fisch vorbereiten

Den tiefgekühlten Fisch am besten langsam auftauen lassen. Danach mit Küchenpapier trocken tupfen.

Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft würzen. Nicht zu viel Zitronensaft nehmen, der Fisch soll frisch schmecken und nicht sauer schauen.


3. Fisch pochieren

Die Brühe in einer Pfanne oder einem breiten Topf erhitzen. Sie soll heiß sein, aber nicht wild kochen.
Den Fisch hineinlegen und bei kleiner Hitze sanft ziehen lassen.

Je nach Dicke braucht der Fisch etwa 6–10 Minuten. Er soll saftig bleiben und nicht zerfallen wie ein schlecht gebautes Kartenhaus.

Den Fisch vorsichtig herausheben und warm stellen. Den Sud nicht wegschütten – das ist die Grundlage für die Sauce.


4. Sauce kochen

In einem Topf etwas Butter oder Öl erhitzen. Die fein gehackte Zwiebel darin glasig anschwitzen.

Currypulver und eventuell Kurkuma kurz mitrösten. Aber wirklich nur kurz, sonst wird der Curry bitter und beleidigt die ganze Sauce.

Mit dem Fischsud aufgießen und die Kokosmilch dazugeben. Alles einige Minuten köcheln lassen.

Wenn die Sauce etwas dicker sein soll, Mehl oder Speisestärke mit wenig kaltem Wasser glattrühren und in die Sauce einrühren. Kurz aufkochen lassen.

Mit Salz, Pfeffer und einem kleinen Spritzer Zitronensaft abschmecken.


5. Früchte dazugeben

Die klein geschnittenen Früchte erst ganz zum Schluss in die Sauce geben.
Nur kurz erwärmen, nicht verkochen. Die Früchte sollen frisch bleiben und nicht als Obstkompott enden.

Besonders gut passen:

  • Honigmelone und Apfel
  • Pfirsich und Banane
  • Marille und Beeren
  • Mango und Ananas

Für Kinder lieber mild und fruchtig halten. Wer für Erwachsene kocht, kann mit einer kleinen Prise Chili nachhelfen.


6. Anrichten

Den Reis auf den Teller geben.
Das Fischfilet darauf oder daneben legen.
Mit der fruchtigen Currysauce überziehen.

Wer möchte, streut noch etwas Petersilie oder Schnittlauch darüber.

Dann heißt es: Freitagsfang auf Kärntner Art – mit einem kleinen Ausflug in die Tropen.


Peters Küchentipp

Tiefkühlfisch ist nicht automatisch zweite Wahl. Oft ist ein guter tiefgekühlter Fisch besser als ein „frischer“ Fisch, der schon mehrere Tage im Supermarkt vor sich hinträumt und innerlich bereits gekündigt hat.

Wichtig ist nur: langsam auftauen, gut trocken tupfen und sanft garen. Fisch mag keine Gewalt. Fisch will Ruhe. Fast wie ein Pensionist am Freitagnachmittag.


Welche Früchte passen besonders gut?

Für diese Sauce kann man nehmen, was die Saison und die Obstschale hergeben.

Mild und kindertauglich:
Banane, Apfel, Honigmelone, Pfirsich

Frischer und fruchtiger:
Marille, Beeren, Mango, Ananas

Etwas feiner:
Birne, Nektarine, kleine Trauben ohne Kerne

Nur bei sehr sauren Früchten vorsichtig sein. Die Sauce soll fruchtig schmecken, nicht wie ein beleidigter Ribiselstrauch.


Fazit

Dieses Gericht zeigt wieder einmal: Gute Küche muss nicht kompliziert sein.
Ein guter Fisch, eine einfache Sauce, ein bisschen Obst, etwas Curry und Reis – mehr braucht es oft nicht.

Und wenn sogar eine Enkelin sagt, dass das das beste Essen vom Opa war, dann hat das Rezept seinen Ritterschlag bekommen.

Vielleicht ist es auch eine schöne Idee für alle, die Fisch mögen, ihn aber viel zu selten kochen. Man muss nicht warten, bis einem die Apotheke wieder Omega-3-Kapseln einredet.

Man kann auch einfach den Topf aufstellen.

Und ganz ehrlich: Fischfilet mit fruchtiger Currysauce schmeckt deutlich besser als Lebertran.

Da sind wir uns hoffentlich alle einig.

👨‍🍳 Bleib mir in der Küche treu 💚

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