Danke „Mutti & Walter“ für die zwei eigenen Feldgurken aus eurem Garten.
Manchmal braucht es kein Schnitzel, keinen Schweinsbraten und schon gar kein kompliziertes Rezept. An heißen Sommertagen schmecken die einfachsten Gerichte ohnehin am besten.

Bei uns gab es früher oft heurige Erdäpfel mit Butter und Rahmgurken. Dazu kam ein Löffel Hüttenkäse auf den Teller und, wenn es besonders gut gemeint war, ein wenig dünn aufgeschnittener Speck.
Das war keine vornehme Küche. Das war ehrliches Essen aus dem Garten und von dem, was gerade im Haus war. Günstig, sättigend und trotzdem leicht – genau richtig für meine Serie „Alte Kärntner Rezepte“.
Sommer wie damals bei der Omama & Otata (Uroma & Uropa))
Wenn ich dieses Gericht heute zubereite, bin ich gedanklich sofort wieder ein Bub im Garten in Maria Rain bei meiner Omama & Otata.
Die Erdäpfel kamen dampfend im Topf auf den Tisch. Daneben standen kalte Butter, eine Schüssel Sauremilch gurken und frische Milch. Jeder nahm sich selbst, zerdrückte die heißen Erdäpfel ein wenig mit der Gabel und ließ darauf ein ordentliches Stück Butter schmelzen.
Mehr brauchte es eigentlich nicht. Trotzdem war es jedes Mal ein kleines Festessen.
Kärntner Gurkenmilch mit Erdäpfeln
Für 4 Personen:
- 2 Salatgurken
- 750 ml saure Milch
- 2–3 EL Sauerrahm, nach Geschmack
- 1 kleine Knoblauchzehe
- Salz und Pfeffer
- etwas Kümmel, am besten leicht zerstoßen
- eventuell frischer Dill oder Schnittlauch
- 1 kg Erdäpfel
- Butter zum Dazuessen
Zubereitung
Die Gurken schälen und grob hobeln oder reiben. Leicht salzen, etwa zehn Minuten ziehen lassen und nur ein wenig ausdrücken.
Saure Milch und Sauerrahm verrühren. Knoblauch hineinpressen und mit Salz, Pfeffer und etwas Kümmel würzen. Die Gurken untermischen und die Gurkenmilch gut kalt stellen.
Die Erdäpfel in der Schale weich kochen, schälen und noch heiß servieren. Jeder zerdrückt sich die Erdäpfel auf dem Teller, gibt ein Stück Butter darauf und löffelt die kalte Gurkenmilch dazu oder darüber.
Mein Tipp als Koch: Die Erdäpfel müssen richtig heiß und die Gurkenmilch eiskalt sein. Genau dieser Gegensatz macht das Gericht so gut. Und bei der Butter nicht zu geizig sein – das Rezept stammt schließlich aus Kärnten und nicht aus einer Diätbroschüre. 😄ße
Euer Peterschmankerl
Werbung in eigener Sache
Noch mehr traditionelle Gerichte, Familienrezepte und kulinarische Geschichten findest Du in meinem Kärntner Kochbuch 2.0.
Du möchtest kein neues Peterschmankerl verpassen? Dann kannst Du meinen Blog kostenlos abonnieren.
Was ist Dein liebstes leichtes Sommergericht? Schreib es mir gerne in die Kommentare – vielleicht wird daraus schon das nächste Peterschmankerl!
Entdecke mehr von Kochkaernten Blog
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
