Heute früh war ich wieder am Fischmarkt und da konnte ich natürlich nicht vorbeigehen: fangfrische Sardellen lagen vor mir – klein, silbrig glänzend und genau so, wie frischer Fisch aussehen soll.

Also war schnell klar, was heute auf den Tisch kommt.
Sardellen auf ganz einfache kroatische Art, oder besser gesagt: prženi inćuni – frisch, leicht in Mehl gewendet und in heißem Öl knusprig ausgebacken.
Mehr braucht dieser Fisch eigentlich nicht.
Dazu gibt es bei uns frisches Weißbrot und einen Tomaten-Gurken-Salat mit Zwiebeln. Ein Essen, wie es für mich perfekt nach einem Sommertag in Rovinj schmeckt.
Und musikalisch passt es dieses Wochenende auch noch wunderbar: Morgen Abend kommt mit Live Play – Cold Play Experience das Gefühl einer Coldplay-Show auf den Tito-Platz in Rovinj. Wir sind große Coldplay-Fans – und wenn eine gute Cover- bzw. Tribute-Band die Musik dieser weltberühmten Band mit Herz und ordentlich Stimmung auf die Bühne bringt, sind wir natürlich auch dabei.
Aber zuerst wird gegessen!

Sardellen oder Sardinen?
In Kroatien heißt die Sardelle „inćun“, die etwas größere Sardine dagegen „srdela“.
Heute habe ich die kleinen frischen Sardellen gekauft. Gerade die eignen sich hervorragend zum Ausbacken. Sind sie schön klein, werden sie beim Frittieren so knusprig, dass man die feinen Gräten problemlos mitessen kann.
Rezept: Kroatische gebackene Sardellen – Prženi inćuni
Zutaten für 4 Personen
- 800 g fangfrische Sardellen
- ca. 150 g glattes Mehl
- Salz
- Öl zum Ausbacken
- 1 Zitrone
Zubereitung
Die Sardellen zuerst kurz unter kaltem Wasser abspülen.
Bei etwas größeren Exemplaren entferne ich Kopf und Innereien. Die feine Mittelgräte lasse ich bei kleinen Sardellen drinnen – nach dem Ausbacken ist sie knusprig und kann mitgegessen werden.
Danach die Fische wirklich gut trocken tupfen. Das ist wichtig, damit das heiße Öl später nicht unnötig spritzt und das Mehl schön am Fisch haftet.
Die Sardellen anschließend locker in Mehl wenden. Überschüssiges Mehl gut abschütteln.
In einer tiefen Pfanne reichlich Öl erhitzen. Die Sardellen portionsweise hineingeben – die Pfanne nicht zu voll machen.
Nur wenige Minuten goldgelb und knusprig ausbacken. Diese kleinen Fische brauchen wirklich nicht lange.
Mit einem Schaumlöffel herausheben und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Erst jetzt salzen.
Bei Tisch kommt noch ein Spritzer frische Zitrone darüber – fertig.
Keine komplizierten Gewürzmischungen, keine Panier mit Ei und Bröseln und schon gar kein Fertigprodukt.
Fisch, Mehl, Salz, heißes Öl – so einfach kann gutes Essen sein.
Tomaten-Gurken-Salat mit Zwiebeln
Zutaten
- 4 reife Tomaten
- 1 Salatgurke
- 1 rote oder weiße Zwiebel
- 3 EL gutes Olivenöl
- 1–2 EL Weinessig
- Salz
- frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung
Tomaten in Spalten schneiden, die Gurke in Scheiben und die Zwiebel in feine Ringe.
Alles in einer Schüssel vermischen und mit Salz, Pfeffer, Weinessig und gutem Olivenöl marinieren.
Ich lasse den Salat zehn Minuten stehen. Dann geben Tomaten und Gurken etwas Saft ab und gemeinsam mit Essig und Olivenöl entsteht genau diese herrliche Marinade, in die man am Schluss sein Weißbrot tunken möchte.
Und ja – das gehört für mich unbedingt dazu.
Dazu braucht es nicht viel
Ein Korb mit frischem kroatischem Weißbrot, die heißen knusprigen Sardellen, eine große Schüssel Tomaten-Gurken-Salat und vielleicht ein Glas gut gekühlten Malvazija.
Mehr braucht es an so einem Sommerabend in Istrien eigentlich nicht.
Heute der Fischmarkt, morgen Coldplay-Feeling am Tito-Platz – so kann man es in Rovinj aushalten.
Dobar tek!
Mein Küchentipp
Die Sardellen immer nur portionsweise ausbacken. Gibt man zu viele auf einmal ins Öl, fällt die Temperatur ab und der Fisch saugt sich mit Fett voll.
Lieber drei kleine Durchgänge – dafür werden die Sardellen richtig schön knusprig.
Schlagwörter
Sardellen | Kroatische Küche | Fischrezept | Rovinj | Inćuni
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