Mućkalica mit Schweinefilet – Balkanküche im Valalta-Urlaub

Dieses Monat tausche ich meine alten Kärntner Rezepte gegen die Küche des Südens. Wir sind wieder in unserem kleinen Paradies – im FKK-Campingplatz Valalta bei Rovinj. Hier koche ich am liebsten das, was das Meer und der Markt gerade hergeben. Da auch unsere Enkel zu Gast sind, soll natürlich etwas auf den Tisch kommen, das der ganzen Familie schmeckt.

close up photo of meat cooking in frying pan
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Das frische Schweinefilet bekomme ich beim Fleischer Mate. Gleich nebenan befindet sich ein kleiner Gemüsestand, der täglich von 9 bis 12 Uhr geöffnet hat. Dort verkaufen der Drummer von Le Monde und die Frau des ehemaligen Bürgermeisters von Rovinj frisches Gemüse, knackige Salate und herrlich reifes Obst aus der Region. Regionaler und persönlicher geht es kaum.

Heute gibt es daher eine Mućkalica – ein herzhaftes Gericht aus der Balkanküche. Paprika, Zwiebeln und Ajvar bilden die würzige Saucenbasis. Das Schweinefilet wird in Scheiben geschnitten, nur kurz angebraten und darf anschließend in der Sauce sanft gar ziehen. So bleibt es wunderbar saftig.

cooked food on a pot
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Zutaten für 4 bis 5 Personen

Für die Mućkalica

  • 700–800 g Schweinefilet
  • 2 rote Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 2 große Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2–3 EL Ajvar, mild oder scharf
  • 1 EL Paradeismark
  • etwa 300 ml Gemüse- oder Fleischfond
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Chili nach Geschmack
  • Öl zum Anbraten
  • frische Petersilie

Für den Feldgurkensalat

  • 2 Feldgurken
  • 200 g Sauerrahm
  • 1 kleiner Schuss Essig
  • 1 Bund frischer Dill
  • Salz und Pfeffer
  • eventuell 1 kleine Knoblauchzehe

Als Beilage

  • Reis oder Nudeln

Zubereitung

Mućkalica

Das Schweinefilet von Sehnen und Silberhaut befreien und in etwa zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Etwas Öl in einer großen Pfanne kräftig erhitzen. Die Filetscheiben portionsweise auf beiden Seiten nur kurz anbraten. Sie sollen eine schöne Farbe bekommen, innen aber noch nicht durchgegart sein. Anschließend aus der Pfanne nehmen und zugedeckt beiseitestellen.

Die Zwiebeln in Streifen schneiden und im Bratenrückstand langsam anschwitzen. Paprika ebenfalls in Streifen oder mundgerechte Stücke schneiden und dazugeben. Einige Minuten mitbraten, damit das Gemüse noch etwas Biss behält.

Knoblauch, Paradeismark und Ajvar einrühren und kurz mitrösten. Mit dem Fond aufgießen und mit Paprikapulver, Pfeffer und bei Bedarf etwas Chili würzen. Die Sauce ungefähr zehn Minuten leicht köcheln lassen.

Zum Schluss die Filetscheiben samt ausgetretenem Fleischsaft zurück in die Sauce geben. Bei kleiner Hitze noch etwa fünf Minuten ziehen lassen. Das Fleisch soll saftig bleiben und keinesfalls wild kochen. Abschmecken und mit frischer Petersilie bestreuen.

Feldgurkensalat mit Sauerrahm und Dill

Die Feldgurken schälen oder, wenn die Schale schön zart ist, nur gründlich waschen. In dünne Scheiben hobeln, leicht salzen und etwa zehn Minuten ziehen lassen.

Danach überschüssiges Wasser abgießen. Sauerrahm mit einem kleinen Schuss Essig, Pfeffer, gehacktem Dill und nach Wunsch etwas Knoblauch verrühren. Mit den Gurken vermischen und bis zum Essen kühl stellen.

Kochen, wenn die Sonne untergeht

Gekocht wird bei uns im Campingurlaub erst am späten Nachmittag. Wenn die Sonne langsam untergeht und die größte Hitze vorbei ist, macht auch das Kochen wieder Freude.

Der Malvazija und die Limonade sind bereits gut eingekühlt. Nach dem Essen bleiben wir noch gemütlich sitzen und spielen mit den Enkeln eine oder zwei Runden Rummikub. Wobei es erfahrungsgemäß selten bei zwei Runden bleibt – spätestens dann wird aus dem friedlichen Familienabend ein erbitterter Kampf um die letzten Spielsteine.

So schmeckt für mich Urlaub: frische Zutaten aus der Region, eine große Pfanne für alle, ein kühles Glas Malvazija und die Familie rund um den Tisch. Mehr braucht es eigentlich nicht.

Bild: Darko Mareš aus Kroatien

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