a plate with chicken salad and dressing

Backhendlstreifen auf Frühlingssalat – Schlankschlemmen mit Knusperfaktor


Wenn der Berg weiß ist, bleib ich beim Salat

Heute treffen wir uns bei einer lieben Schwester meiner Frau zu einem kurzen Plauscherl. Viele sind schon auf Urlaub oder irgendwo unterwegs, und ehrlich gesagt: Eine Fahrradtour bei morgendlichen Minustemperaturen und Schnee am Berg ist nicht ganz meine Paradedisziplin. Das hatte ich schon einmal auf der Koschuta bei Schneefahrbahn-heuer nicht!

Ich bin ja Koch aus Leidenschaft – aber kein Eisbär mit Radhelm.

Dafür passt das Essen genau in meine derzeitige Richtung: Salat mit Backhendlstreifen. Ein echtes Schlankschlemmergericht. Frisch, knackig, leicht – aber durch die knusprigen Hendlstreifen trotzdem so, dass man nicht traurig vom Tisch aufsteht.

Gerade im Frühling gibt es am Markt herrliche Salate, junge Kräuter, Radieschen, Gurken und alles, was nach Sonne schmeckt. Die Backhendlstreifen lassen sich wunderbar vorbereiten. Wenn der Besuch da ist, werden sie nur noch kurz in heißem Pflanzenöl knusprig gebacken. Das ist praktisch, schmeckt super und schaut auch noch nach mehr Arbeit aus, als es tatsächlich ist. Solche Rezepte liebe ich.


Backhendlsalat
Steirischer Backhendlsalat vom Louis

Rezept: Frühlingssalat mit knusprigen Backhendlstreifen

Zutaten für 4 Personen

Für den Salat

  • 1 Kopf Blattsalat oder gemischter Pflücksalat
  • 1 Handvoll Vogerlsalat
  • 1 kleine Gurke
  • 1 Bund Radieschen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 kleine Karotte
  • frische Kräuter nach Geschmack: Schnittlauch, Petersilie, Kresse oder Bärlauch
  • optional: ein paar Paradeiser, wenn sie schon Geschmack haben

Für das einfache Dressing

  • 4 EL Apfelessig oder Weißweinessig
  • 6 EL Pflanzenöl oder Rapsöl
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Honig oder Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2–3 EL Wasser
  • optional: 1 kleiner Spritzer Zitronensaft

Für die Backhendlstreifen

  • 500 g Hühnerbrust oder ausgelöste Hühnerkeulen ohne Haut
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Paprikapulver edelsüß
  • 2 Eier
  • 3 EL Mehl
  • Semmelbrösel zum Panieren
  • Pflanzenöl zum Backen

Zubereitung

1. Salat vorbereiten

Den Salat waschen, gut abtropfen lassen und in mundgerechte Stücke zupfen. Gurke in Scheiben schneiden, Radieschen fein hobeln, Karotte raspeln und Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

Die Kräuter grob hacken. Gerade die Kräuter machen aus einem einfachen Salat ein richtig frisches Frühlingsgericht. Da braucht es kein großes Küchen-Theater.


2. Dressing rühren

Essig, Öl, Senf, Honig, Salz, Pfeffer und Wasser in ein Glas geben, Deckel drauf und kräftig schütteln.

Das ist die einfachste Art für ein gutes Dressing. Kein Mixer, kein Zauberstab, kein Hokuspokus. Nur schütteln wie früher die Tanzfläche nach dem dritten Spritzer.

Abschmecken nicht vergessen. Das Dressing soll frisch, leicht säuerlich und rund schmecken.


3. Backhendlstreifen vorbereiten

Das Hühnerfleisch in Streifen schneiden. Mit Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver würzen.

Dann klassisch panieren:

  1. zuerst in Mehl wenden
  2. dann durch verquirlte Eier ziehen
  3. zuletzt in Semmelbröseln wälzen

Die panierten Streifen kann man jetzt schon auf einen Teller legen und kühl stellen. So ist alles vorbereitet, wenn die Gäste kommen.


4. Backhendlstreifen knusprig backen

In einer Pfanne reichlich Pflanzenöl erhitzen. Die Backhendlstreifen portionsweise goldbraun backen.

Wichtig: Das Öl soll heiß sein, aber nicht rauchen. Die Streifen sollen knusprig werden und nicht im Fett baden wie im Thermenurlaub.

Nach dem Backen auf Küchenpapier abtropfen lassen.


5. Anrichten

Den Salat erst kurz vor dem Servieren mit dem Dressing marinieren. Dann auf Tellern oder einer großen Platte anrichten.

Die heißen, knusprigen Backhendlstreifen darauflegen und mit frischen Kräutern oder Kresse bestreuen.

Wer mag, gibt noch ein paar Zitronenspalten dazu. Ein Spritzer Zitrone über dem Backhendl macht das Ganze noch frischer.


raw meat on display in supermarket
Fleisch von der ausgelösten Hühnerkeule ist saftiger, Hendlbrust ist zarter und einfacher in der vorbereitung

Mein Küchentipp

Für Backhendlstreifen nehme ich gerne ausgelöste Hühnerkeulen, weil sie saftiger bleiben als Brustfleisch. Wer es besonders leicht möchte, nimmt Hühnerbrust. Wer es besonders gut möchte, nimmt Keule. So ehrlich darf man in der Küche schon sein.

Und noch ein Tipp:
Die panierten Hendlstreifen nicht zu früh mit dem Salat vermischen. Der Salat soll knackig bleiben und die Panier knusprig. Sonst wird aus Backhendlstreifen schnell ein trauriger Waschlappen mit Hühnervergangenheit.

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Schlank, aber nicht fad

Dieses Gericht passt perfekt in den Frühling. Es ist leicht, frisch und trotzdem herzhaft. Genau so mag ich Schlankschlemmen: nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit gutem Geschmack.

Ein schöner Salat, ein gutes Dressing, knusprige Hendlstreifen – mehr braucht es oft nicht. Und wenn dann noch ein kurzer Plauscherl-Besuch bei der Familie dazukommt, ist der Tag schon gerettet. Auch ohne Fahrradtour bei Minusgraden.



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Wie esst ihr Backhendl am liebsten: klassisch mit Erdäpfelsalat oder modern auf frischem Frühlingssalat?

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