Coldplay Cover Band

Von der Starnacht zu Coldplay – und dazwischen eine leichte Thunfisch-Salatbowl

Diese Thunfisch-Salatbowl ist heute genau das richtige leichte Essen: frisch, schnell gemacht und trotzdem sättigend.

Gestern war die Generalprobe der Starnacht in der Klagenfurter Ostbucht. Nicht live gesungen, sondern vieles kam offenbar vom Band. Dafür bezahlen die Konzertbesucher immerhin rund 120 Euro – auch nicht gerade wenig für eine große Fernseh- und Schlagershow.

Aber anscheinend funktioniert das. In Klagenfurt genauso wie in der Wachau, dort, wo angeblich die „echten Wachauer Marillen“ wachsen. Wobei wahrscheinlich mehr Wachauer Marillen verkauft werden, als in der ganzen Wachau jemals auf einem Baum hängen konnten.

Heute wechsle ich jedenfalls die Musikrichtung.

Am Klagenfurter Domplatz spielt Liveplay – The Coldplay Experience, eine Coldplay-Coverband, die angeblich tatsächlich live spielt. Ich bin gespannt, ob das stimmt. Der Eintritt kostet fast genauso viel wie die Schlagerparty in der Ostbucht – musikalisch liegen dazwischen allerdings einige Welten.

Coldplay wirklich live zu erleben, ist natürlich noch einmal eine ganz andere Liga. Meine Frau durfte die Band bereits im Wiener Ernst-Happel-Stadion sehen. Meine Ohren müssen sich heute mit der Coverband begnügen. Aber vielleicht ist das sogar besser – näher dran, weniger Menschen und vermutlich komme ich nach dem Konzert schneller zu meinem Getränk.

Ich mag übrigens auch Schlager. Allerdings hauptsächlich dann, wenn ich bereits ein wenig alkoholisiert bin. Dann singe ich plötzlich Lieder mit, von denen ich nüchtern behaupten würde, dass ich sie gar nicht kenne.

Der Auftrag meiner Frau: Heute bitte etwas Leichtes

Vor dem Konzert muss natürlich noch etwas gegessen werden.

Der heutige Auftrag meiner Frau lautete:

„Ich habe schon wieder zehn Deka zugenommen. Bitte etwas Leichtes.“

Zehn Deka! Früher hat man das nicht einmal bemerkt. Heute meldet die Waage offenbar schon jede zusätzliche Olive persönlich.

Aber gut – Auftrag angenommen.

Also gibt es heute eine bunte Thunfisch-Salatbowl. Früher hätte man dazu ganz einfach Salatplatte gesagt. Aber Salatbowl klingt moderner, gesünder und wahrscheinlich darf man dafür im Restaurant auch gleich ein paar Euro mehr verlangen.

Mit Thunfisch, gekochtem Ei, roten Zwiebeln, Oliven, Paradeisern, Gurke und einem bunten Blattsalatmix wird daraus ein leichtes, aber trotzdem sättigendes Essen. Dazu gibt es ein resches Baguette – denn ganz ohne Brot wäre das Leben schließlich auch nur halb so schön.

Thunfisch-Salatbowl mit Ei, Oliven, Tomaten und Gurke

Thunfisch-Salatbowl mit Ei und Oliven

Zutaten für 2 Personen

  • 150–200 g gemischter Blattsalat
  • 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft
  • 2 Eier
  • 2 mittelgroße Paradeiser
  • ½ Salatgurke
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 10–12 schwarze oder grüne Oliven
  • ½ roter oder gelber Paprika, nach Belieben
  • 1 kleines Baguette

Für die Marinade

  • 3 EL weißer Balsamicoessig
  • 4 EL gutes Olivenöl
  • 1 TL Senf
  • 1 kleine Prise Zucker oder etwas Honig
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • nach Wunsch einige frische Kräuter

Zubereitung

Die Eier etwa 8 bis 9 Minuten hart kochen, anschließend kalt abschrecken, schälen und vierteln.

Den Blattsalat gründlich waschen und gut trockenschleudern. Die Paradeiser in Spalten, die Gurke in Scheiben und die rote Zwiebel in feine Ringe schneiden. Wer einen Paprika verwendet, schneidet ihn in dünne Streifen.

Den Thunfisch in einem Sieb gut abtropfen lassen. Die Oliven können je nach Größe ganz bleiben oder halbiert werden.

Für die Marinade den weißen Balsamicoessig mit Senf, Salz, Pfeffer und einer kleinen Prise Zucker verrühren. Danach das Olivenöl langsam unterschlagen.

Den Blattsalat mit einem Teil der Marinade vermischen und auf zwei großen Tellern oder in modernen „Bowls“ anrichten.

Paradeiser, Gurke, Zwiebelringe, Paprika, Thunfisch, Oliven und Eier dekorativ darauf verteilen. Zum Schluss mit der restlichen Marinade beträufeln und mit frisch gemahlenem Pfeffer vollenden.

Das Baguette im Backrohr kurz aufbacken, bis es außen richtig resch ist. In Stücke schneiden und zur Salatbowl servieren.

Peters Küchentipp

Den Thunfisch erst ganz zum Schluss auf den Salat geben. Wird er zu stark untergemischt, zerfällt er und die schöne Salatbowl sieht schnell aus wie eine gewöhnliche Thunfischmischung.

Wer noch leichter essen möchte, lässt das Baguette weg oder teilt sich eines. Wer zehn Deka Gewichtszunahme gelassener sieht, darf selbstverständlich auch ein ganzes Baguette essen.

Fazit

So eine Salatbowl ist schnell gemacht, schmeckt frisch und belastet vor einem Konzert nicht zu sehr. Schließlich möchte ich am Domplatz nicht mit vollem Bauch stehen und bei jedem Coldplay-Lied nur an das Sofa denken.

Ob Liveplay heute wirklich live spielt, werde ich hören. Und sollte es doch nicht ganz live sein, hilft vielleicht dieselbe Methode wie beim Schlager:

Ein Getränk – und einfach mitsingen.

Mahlzeit und einen musikalischen Abend!

👨‍🍳 Bleib mir in der Küche treu 💚

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