Küchengeheimnisse: Sommerparty mit Pizza, Pasta, Burger und Bowls

Sommerparty einmal anders – Gäste einbinden statt nur angrillen

Ist die Grillparty noch gefragt?

Im Sommer ist Grillen noch immer der große Renner, wenn einmal mehrere Gäste kommen. Man stellt den Griller auf, einer schwitzt davor wie ein Schmied in der Hölle, die anderen sitzen gemütlich herum, trinken ihr Bier und fragen alle fünf Minuten: „Ist es schon fertig?“

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Bei selbstgemachten Backhendl arbeitet nur einer und gekaufte sind ein No go

Eh schön. Aber manchmal darf es auch anders sein.

Ich mag es, wenn meine Gäste nicht nur am Tisch sitzen und warten, bis der Koch fertig ist. Ich möchte sie ins Geschehen einbinden. Nicht zum Schuften, nicht zum Erdäpfel schälen bis der Daumen glüht, sondern als Erlebnis. Eine Sommerparty, bei der geredet, gelacht, fotografiert, probiert und miteinander gewerkt wird.

Da passiert oft etwas Schönes: Menschen, die sich vorher vielleicht nicht besonders mochten, stehen plötzlich nebeneinander, belegen gemeinsam eine Pizza, streiten liebevoll über zu viel Knoblauch oder zu wenig Käse und sind am Ende Freunde. Spätestens beim letzten Stamperl Schnaps.

Hier ein paar Ideen aus meiner Küche für eine Sommerparty, bei der nicht nur gegessen, sondern erlebt wird.

Pizzaparty

1. Pizzaparty vom Grill

Eine Pizzaparty ist für mich eine der besten Ideen, wenn man Gäste einbinden möchte.

Der Teig wird am besten schon einen Tag vorher zubereitet. Dann kann er langsam reifen, wird geschmackvoller und lässt sich besser verarbeiten. Am Partytag stellst du alle Zutaten bereit: Paradeissauce, Mozzarella, Schinken, Salami, Champignons, Paprika, Zwiebel, Oliven, Rucola, Sardellen, Knoblauch, Chiliöl und was das Herz sonst noch begehrt.

Dann kommt der große Auftritt: Der Griller wird richtig heiß gemacht, ideal sind ungefähr 300 Grad. Eine Steinplatte hinein, gut vorheizen und los geht’s.

Jeder Gast bekommt seinen Teigling und belegt seine Pizza nach Lust und Laune. Der eine macht sie klassisch, der andere haut alles drauf, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Nach ungefähr sechs Minuten ist die Pizza fertig.

Und dann kommt der Stolz:
„Schau, meine Pizza!“
Foto. Lächeln. Essen. Glücklich sein.

Das ist keine normale Jause. Das ist Unterhaltung mit Käse.

crop women having homemade pasta for dinner
Pastaparty

2. Pasta- oder Nudelparty

Auch eine Pastaparty ist eine wunderbare Sache. Besonders dann, wenn man nicht den ganzen Abend am Herd stehen möchte.

Koche am Vortag drei Sorten Nudeln al dente vor. Zum Beispiel Penne, Spaghetti und Fusilli. Die Nudeln gut abschrecken, leicht ölen und kaltstellen.

Wenn die Gäste kommen, bekommt jeder eine Schürze. Dann stellst du einen großen Topf mit heißem Salzwasser bereit. Jeder kann sich seine Portion Nudeln kurz darin heiß machen.

Dazu bereitest du drei Saucen vor:

  • ein schönes Ragù, also eine Bolognese
  • ein Basilikumpesto
  • eine Käsesauce

Frisch geriebener Parmesan darf natürlich nicht fehlen. Wer möchte, bekommt noch Pfeffer aus der Mühle, Chiliöl oder frische Kräuter darüber.

Wenn du Lust und Liebe hast, kannst du am Vortag zusätzlich noch eine Form Lasagne vorbereiten. Die schiebst du einfach in den Ofen, falls ein paar Gäste plötzlich doch „nur ein kleines Stückerl“ wollen. Aus Erfahrung weiß ich: Aus dem kleinen Stückerl wird schnell ein zweites.

delicious burgers on wooden boards on table
Burgerparty

3. Burgerparty für Junge und Junggebliebene

Eine Burgerparty kommt besonders bei jüngeren Gästen gut an. Aber ehrlich gesagt: Auch wir Oldies lassen uns einen guten Burger nicht zweimal anbieten.

Ich habe das schon öfter gemacht und es funktioniert immer.

Du bereitest verschiedene Varianten vor:

  • Schnitzelburger
  • Hamburger
  • Halloumiburger
  • vegetarische Burger
  • eventuell auch Chickenburger

Dazu stellst du alles bereit, was das Burgerherz begehrt: Salat, Paradeiser, Gurkerl, Zwiebelringe, Käse, Speck, Saucen, Senf, Ketchup, BBQ-Sauce, Mayonnaise und vielleicht eine scharfe Sauce für die Mutigen.

Als Beilage passen frisch frittierte Wedges und ein guter Cole Slaw.

Das Schöne daran: Jeder baut sich seinen Burger so, wie er ihn haben will. Fleischesser, Vegetarier, Käseliebhaber und Gurkerlverweigerer – alle werden glücklich.

Und nebenbei entstehen die besten Gespräche. Denn wer gemeinsam einen Burger baut, kann sich schlecht anschweigen.

Bowlparty

4. Sommerliche Bowlparty

Eine Bowlparty klingt modern, ist aber im Grunde nichts anderes als die gute alte Salatplatte in neuer Kleidung.

Unsere Oldies kennen das noch: Salatplatte, vielleicht mit Backhendlstreifen, Ei, Käse oder Schinken. Heute sagt man Bowl dazu, verlangt mehr Geld dafür und gibt Quinoa hinein. So ändern sich die Zeiten.

Aber gut ist es trotzdem.

Bereite gekochten Reis, Quinoa und Bulgur vor. Dazu stellst du Schüsseln mit verschiedenen rohen Salaten und Gemüsen bereit: Blattsalat, Gurken, Paradeiser, Karotten, Mais, Paprika, Kraut, Radieschen, Zwiebel, Avocado oder was gerade Saison hat.

Dann kommen die Toppings: geröstete Kerne, Croutons, Kräuter, Feta, gebratener Halloumi, Tofu, gebratene Hühnerstreifen, Fischstreifen oder auch kalter Braten in feinen Scheiben.

Dazu ein paar Dressings. Die dürfen selbst gemacht sein, müssen es aber nicht immer. Wenn du gute fertige Dressings hast, ist das auch keine Schande. Man muss nicht aus jeder Party eine Staatsprüfung machen.

Jeder füllt sich seine Bowl selbst zusammen. Leicht, bunt, sommerlich und ideal, wenn es draußen heiß ist.

wienerschnitzel
Schnitzelparty

5. Mein Extra-Tipp: Schnitzelstraßen-Party

Eine Idee, die auch immer funktioniert: eine kleine Schnitzelstraße.

Du bereitest kleine Schnitzelstücke vor, zum Beispiel vom Schwein, Huhn oder Pute. Die Panierstation steht bereit: Mehl, Ei, Brösel. Natürlich nicht so, dass 20 Leute wild in rohem Ei herumrühren. Aber zwei oder drei Gäste können mithelfen, die Schnitzel zu panieren, während einer frittiert oder in der Pfanne ausbackt.

Dazu gibt es Erdäpfelsalat, grünen Salat, Preiselbeeren und Zitronenspalten.

Das ist nichts für 40 Grad im Schatten, aber an einem lauen Sommerabend eine herrliche Sache. Und seien wir ehrlich: Ein frisches Schnitzel direkt aus der Pfanne ist fast schon eine Liebeserklärung.

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Brettljause

6. Mein Extra-Tipp: Kärntner Jausenbrettl zum Selberbauen

Nicht jede Party muss warm sein. Manchmal reicht ein richtig gutes Jausenbrettl.

Aber auch daraus kann man ein Erlebnis machen. Stell verschiedene Bretter und Teller bereit: Speck, Wurst, Käse, Aufstriche, Butter, Radieschen, Gurkerl, Paprika, Paradeiser, Zwiebel, Kren, Senf, Bauernbrot und frische Semmerln.

Dann soll sich jeder sein eigenes Brettl zusammenstellen. Der eine baut ein elegantes Käsebrettl, der andere legt sich einen Speckturm, der fast eine Baugenehmigung braucht.

Dazu ein kühles Bier, ein Glas Wein oder ein Most – und der Abend läuft.

Grillspieße selber stecken

7. Mein Extra-Tipp: Grillspieße zum Selberstecken

Wenn es doch ein bisschen Grillen sein soll, dann mach nicht alles selbst fertig. Schneide Fleisch, Gemüse und Käse vor und lass die Gäste ihre eigenen Spieße stecken.

Möglich sind Hühnerstücke, Schweinefleisch, Paprika, Zucchini, Zwiebel, Champignons, Halloumi, kleine Würstel oder Speck.

Jeder baut sich seinen Spieß nach Geschmack. Dann kommen die Spieße auf den Grill. Das ist einfach, lustig und schaut auf Fotos super aus.

Nur ein Tipp aus der Praxis: Holzspieße vorher wässern, sonst hast du kein Grillspieß-Erlebnis, sondern ein kleines Lagerfeuer.

Das Küchengeheimnis dahinter

Das eigentliche Geheimnis ist nicht Pizza, Pasta, Burger oder Bowl.

Das Geheimnis ist: Menschen lieben es, beteiligt zu sein.

Wenn Gäste etwas selbst machen dürfen, gehört ihnen das Essen ein Stück weit. Dann wird nicht nur gegessen, sondern erzählt. Dann entstehen Bilder, Gespräche und Erinnerungen. Und der Gastgeber steht nicht allein in der Küche, während draußen alle lachen.

Natürlich braucht es Vorbereitung. Der Teig muss fertig sein, die Saucen müssen bereitstehen, die Zutaten sollen schön angerichtet sein. Aber wenn der Abend läuft, läuft er von selbst.

Und das ist für mich die schönste Art von Sommerparty:
Alle helfen ein bisschen mit.
Keiner muss schwitzen.
Alle essen gut.
Und am Ende sind alle zufrieden.

Vielleicht ist das ja eine Anregung für deine nächste Sommerparty.

Hast du selbst noch eine gute Idee für eine Erlebnisparty in der Küche oder im Garten? Dann schreib sie mir gerne in die Kommentare. Ich bin neugierig, was bei euch auf den Tisch kommt.

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