Heute war für uns ein ganz besonderer Tag.
Wir waren in Banatski Karlovac – dort, wo mein Schwiegervater Toni geboren wurde. Zwischen alten Häusern, Erinnerungen und dem stillen Friedhof suchten wir nach Spuren der Familie. Solche Momente gehen unter die Haut. Man merkt plötzlich, wie nahe Geschichte sein kann.

Nach diesem emotionalen Vormittag meldeten sich Hunger und Durst gewaltig. Also ging es weiter nach Belgrad. Direkt vor unserem Hotel fanden wir eine urige Konoba mit Gastgarten und unglaublich freundlichen serbischen Kellnern. Kaum saßen wir, wurde uns sofort ein kühles „Leve“ Bier empfohlen – und das war genau richtig. 🍺

Ich musste natürlich sofort serbische Ćevapčići mit Kaymak, frischen Zwiebeln, Weißbrot und Salat probieren. Herrlich deftig und genau so, wie man sich Balkan-Küche vorstellt.
Doch meine Frau landete den eigentlichen Volltreffer: Mućkalica.
Ein rustikales Pfandl aus geschmorten Paprika, Zwiebeln, Fleischstücken und würziger Sauce – serviert mit cremigem Kaymak. Deftig, leicht scharf und voller Aroma. Das ist kein Essen für Kalorienzähler, sondern für Menschen mit Seele und Appetit. 😄


Und weil wir schließlich in der Heimat vom Roten Stern Belgrad unterwegs sind, durfte zum Abschluss natürlich ein doppelt gebrannter Šljivovica nicht fehlen. Einer, der ordentlich einheizt und zeigt, warum der Balkan beim Schnaps ganz vorne mitspielt. 🥃
Rezept: Serbische Mućkalica 🇷🇸
Zutaten für 4 Personen
- 600 g Schweinefleisch oder Selchfleischstücke
- 2 rote Paprika
- 2 grüne Paprika
- 1 scharfe Pfefferoni
- 2 große Zwiebeln
- 3 Knoblauchzehen
- 3 Tomaten oder 1 Dose gehackte Tomaten
- 2 EL Paprikapulver edelsüß
- etwas scharfes Paprikapulver
- 150 ml Suppe oder Wasser
- Salz & Pfeffer
- Schweineschmalz oder Öl
- Kaymak zum Servieren
- Weißbrot oder Lepinja dazu
Zubereitung
Das Fleisch in grobe Stücke schneiden und in einer Pfanne kräftig anbraten. Es darf ruhig ordentlich Farbe bekommen – genau dort entsteht später der Geschmack.
Zwiebeln, Paprika und Pfefferoni grob schneiden und zum Fleisch geben. Alles langsam schmoren lassen, bis die Paprika weich werden und leicht zusammenfallen.
Danach Knoblauch und Paprikapulver dazugeben. Kurz mitrösten, aber nicht verbrennen lassen. Anschließend die Tomaten und etwas Suppe hinzufügen.
Jetzt heißt es Geduld haben. Die Mućkalica sollte mindestens 30–40 Minuten langsam köcheln. Die Sauce wird dabei dick, kräftig und unglaublich aromatisch.
Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem großen Klecks Kaymak servieren.
Dazu passt frisches Weißbrot und natürlich ein kaltes Bier. 🍺
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