Spaghetti alla Puttanesca gehören für mich zu den besten schnellen Pastagerichten. Heute koche ich sie für Sibylle und mich in unserer Campingküche im FKK-Urlaub in Valalta, wo wir jeden Sommer mehr als zwei Monate verbringen.

Wenn Freunde oder Familie zu Besuch kommen, darf es gerne etwas Besonderes sein. So standen in den vergangenen Wochen bereits Papanule, das berühmte Beef Tatar vom Mate, frittierte Sardellen und ein kräftiges Bohnengulasch auf dem Speiseplan.
Und am Samstag steigt die große Paprikaparty! Dann lade ich meine Eltern und Freunde zu gefüllten Paprika mit Paradeissauce und Erdäpfelpüree ein. Ein richtiges Familienessen, wie wir es lieben.

Doch heute bleiben wir unter uns. Nur Sibylle und ich – zwei hungrige Mäuler, die sich mit einem Teller guter Pasta durchaus zufriedengeben.

Freitag ist bei mir Fischtag
Der Freitag ist bei mir traditionell als Fischtag bekannt, deshalb passen Spaghetti alla Puttanesca hervorragend. Durch die Sardellen kommt zumindest ein kleiner Gruß aus dem Meer in die Sauce.
Der Name wird gerne etwas frech mit „Spaghetti nach Hurenart“ übersetzt. Woher er tatsächlich stammt, darüber erzählen die Italiener verschiedene Geschichten. Sicher ist nur: Das Gericht ist unkompliziert, würzig, ein wenig scharf und mit wenigen Zutaten schnell gekocht.
Früher bereitete ich noch große Pfannen Spaghetti für eine ganze Schar hungriger Gäste zu. Aber die Zeiten ändern sich, und die Zahl der Esser wird kleiner. Bei unserer letzten Feier hier in Valalta waren wir immerhin zwölf Personen – eine ordentliche Herausforderung, was Mengen, Geschirr und Abwasch betrifft.
Vorsorglich habe ich diesmal sogar meinen 15-Liter-Kochtopf mitgenommen. Man weiß ja nie, wann aus einem gemütlichen Essen zu zweit plötzlich wieder eine kleine Campingplatzfeier wird!
Heute bleibt der große Topf allerdings im Schrank. Hier kommt mein Lieblingsrezept für Spaghetti alla Puttanesca für zwei Personen.

Spaghetti alla Puttanesca für zwei Personen
Zutaten
- 200–250 g Spaghetti
- 3–4 Sardellenfilets in Öl
- 2 Knoblauchzehen
- 1 kleine rote Chilischote oder Chiliflocken nach Geschmack
- 2 EL gutes Olivenöl
- 1 Dose geschälte oder gehackte Paradeiser, etwa 400 g
- 80 g schwarze Oliven, entsteint
- 1–2 EL Kapern
- 1 EL Paradeismark
- etwas schwarzer Pfeffer
- wenig Salz
- 1 kleine Handvoll frische Petersilie
- etwas Nudelwasser
Zubereitung
Die Spaghetti in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Vor dem Abgießen eine kleine Tasse vom Nudelwasser aufheben.
Während die Nudeln kochen, Knoblauch schälen und fein schneiden. Die Chilischote ebenfalls klein schneiden. Wer es weniger scharf mag, entfernt vorher die Kerne.
Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Sardellenfilets hineingeben und bei mittlerer Hitze langsam schmelzen lassen. Keine Angst: Die Sardellen zerfallen beinahe vollständig und sorgen später für eine herrlich würzige Sauce.
Knoblauch und Chili dazugeben und kurz mitbraten. Der Knoblauch soll duften, aber keine Farbe annehmen.
Paradeismark einrühren und kurz anrösten. Anschließend die Paradeiser dazugeben und alles ungefähr 10 bis 15 Minuten sanft köcheln lassen.
Oliven und Kapern in die Sauce geben. Mit schwarzem Pfeffer abschmecken. Beim Salz bitte vorsichtig sein, denn Sardellen, Kapern und Oliven bringen bereits genügend Würze mit.
Die bissfest gekochten Spaghetti direkt in die Pfanne geben und gründlich mit der Sauce vermischen. Falls die Sauce zu dick ist, kommt ein kleiner Schöpfer Nudelwasser dazu.
Zum Schluss die gehackte Petersilie unterheben und die Spaghetti sofort servieren.

Mein Küchengeheimnis
Die Sardellen dürfen nicht bei zu großer Hitze gebraten werden. Ich lasse sie langsam im Olivenöl zerfallen. Dadurch schmeckt die Sauce nicht unangenehm nach Fisch, sondern bekommt diese besondere, kräftige Würze, die eine echte Puttanesca ausmacht.
Parmesan gehört für mich übrigens nicht darüber. Bei italienischen Nudelgerichten mit Fisch bleibt der Käse traditionell in der Schublade. Dafür darf es gerne noch ein kleiner Schuss gutes Olivenöl sein.
Campingküche kann so gut schmecken
So sitzen wir heute vor unserem Wohnwagen in Valalta, genießen unsere Spaghetti alla Puttanesca und freuen uns schon auf die große Paprikaparty am Samstag.
Heute kocht der Peter nur für zwei. Aber der 15-Liter-Topf steht bereit – denn in Valalta weiß man schließlich nie, wer plötzlich hungrig vor dem Vorzelt steht.
Mahlzeit und liebe Grüße aus unserer Campingküche in Valalta!
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