Heute geht es am Abend wieder an den Wörthersee zum Baden. Aber erst dann, wenn die große Hitze vorbei ist, die Sonne langsam untergeht und viele Badegäste schon ihre Handtücher zusammenpacken.
Genau dann ist meine Zeit.
Noch einige gemütliche Runden im warmen Wasser des Wörthersees schwimmen, den Abend genießen und danach mit der Familie zusammensitzen. Auf den Tisch kommt ein erfrischender Sommer-Wurstsalat, dazu knuspriges Bauernbrot und ein Glas gespritzter Weißwein.
Herz, was brauchst du mehr?
Bald ist der Sommer am See wieder vorbei. Dann kommen die kühleren Tage und irgendwann auch der erste Nebel. Aber ganz verabschieden muss ich mich vom Sommer noch nicht. Denn danach geht es wieder für einen Monat oder vielleicht sogar etwas länger nach FKK Naturist Valalta bei Rovinj.
Dort wohnen wir in unserem Tabbert-Wohnwagen, genießen das Meer und verlängern den Sommer einfach ein wenig. Sogar die Enkel kommen für eine Woche mit. Darauf freue ich mich schon ganz besonders.
Aber jetzt zum eigentlichen Star des Abends: meinem Kärntner Sommer-Wurstsalat.
Während der Zubereitung machte mich meine Frau noch rechtzeitig darauf aufmerksam, dass es bei unseren heutigen Wurstsalat-Essern ein paar kulinarische Sonderwünsche gibt: Einer mag keine Zwiebeln, ein anderer schon gar keinen Käse, und für die Kinder sind die Radieschen natürlich viel zu scharf.
Also bereitete ich kurzerhand zwei Schüsseln zu: einen Wurstsalat mit allem, was dazugehört, und eine abgespeckte Variante nur mit Extrawurst, Essig und Öl. So kann sich jeder aussuchen, was zu seinem Geschmack passt.
Ich hätte beinahe auf die Extrawürste unserer Gäste vergessen – und das ausgerechnet beim Wurstsalat!
Kärntner Wurstsalat Rezept mit Bergkäse und Kernöl
Dieser Wurstsalat ist etwas feiner und kräftiger als die klassische Variante. Er bekommt feine Streifen von heimischer Wurst, würzigen Kärntner Bergkäse, Essiggurkerl, rote Zwiebeln, knackige Radieschen und einen frischen Apfel.
Dazu kommen frische Kräuter und ein Dressing mit steirischem Kürbiskernöl.
Das ist zwar kein ganz klassischer Wurstsalat, aber ein richtig guter. Frisch, würzig, leicht säuerlich und durch den Apfel angenehm fruchtig.
Beim Kernöl gilt allerdings: mit Gefühl arbeiten. Der Salat soll nach Kernöl schmecken, aber nicht darin schwimmen. Sonst schaut am Ende alles aus wie nach einem kleinen Ölunfall.
Zutaten für 4 Personen
- 400 g heimische Extrawurst oder Knacker
- 150 g Kärntner Bergkäse
- 4 bis 5 Essiggurkerl
- 1 roter Zwiebel
- 1 Bund Radieschen
- 1 säuerlicher Apfel
- 2 EL gehackter Schnittlauch
- 1 EL gehackte Petersilie
- 4 EL Mostessig oder Apfelessig
- 2 EL steirisches Kürbiskernöl
- 1 EL neutrales Öl oder Olivenöl
- 1 TL Senf
- 1 kleine Prise Zucker
- Salz
- frisch gemahlener Pfeffer
- etwas Gurkerlwasser nach Geschmack
- knuspriges Bauernbrot zum Servieren
Dieses Kärntner Wurstsalat Rezept lässt sich gut vorbereiten, sollte aber erst kurz vor dem Servieren mit Apfel und frischen Kräutern vollendet werden.
Zubereitung
Wurst und Käse schneiden
Die Wurst zuerst in nicht zu dünne Scheiben und anschließend in feine Streifen schneiden.
Auch den Kärntner Bergkäse in dünne Streifen schneiden. Er darf ruhig kräftig schmecken, denn genau das passt hervorragend zur säuerlichen Marinade.
Gemüse und Apfel vorbereiten
Die Essiggurkerl in feine Streifen schneiden.
Den roten Zwiebel schälen, halbieren und dünn schneiden. Wer den Zwiebel etwas milder haben möchte, kann ihn kurz mit kaltem Wasser abspülen.
Die Radieschen waschen und ebenfalls in feine Streifen schneiden.
Den Apfel erst kurz vor dem Vermischen entkernen und in dünne Streifen schneiden. Schälen muss man ihn nicht. Die Schale bringt Farbe und zusätzlichen Biss in den Salat.
Kernöl-Dressing anrühren
Mostessig, Kürbiskernöl, neutrales Öl, Senf, Zucker, Salz und frisch gemahlenen Pfeffer gut miteinander verrühren.
Nach Geschmack noch ein bis zwei Esslöffel Gurkerlwasser dazugeben. Das bringt zusätzliche Säure und Würze.
Ich mache meinen Wurstsalat gerne etwas kräftiger im Essiggeschmack. Ich liebe sauer. Ein Wurstsalat, bei dem man den Essig nur erahnen kann, ist für mich noch nicht fertig.
Alles vermischen
Wurst, Käse, Essiggurkerl, Zwiebel, Radieschen und Apfel in eine große Schüssel geben.
Das Dressing darübergießen und alles vorsichtig, aber gründlich vermengen. Zum Schluss die frischen Kräuter unterheben.
Den Salat etwa 20 Minuten durchziehen lassen und danach nochmals abschmecken.
Meist braucht er dann noch einen kleinen Schuss Essig, weil Wurst, Käse und Gemüse einiges von der Marinade aufnehmen.

Dazu knuspriges Bauernbrot
Zu diesem Kärntner Wurstsalat passt für mich am besten ein kräftiges, knuspriges Bauernbrot.
Die feste Kruste, die saftige Krume und der leicht säuerliche Geschmack passen wunderbar zum Bergkäse und zum Kürbiskernöl. Und mit dem letzten Stück Brot kann man die restliche Marinade aus dem Teller auftunken.
Das gehört schließlich dazu.
Und wenn die Marinade wirklich perfekt gelungen ist, nehme ich am Schluss sogar noch einen kleinen Schluck davon.
Andere trinken einen Verdauungsschnaps. Ich bleibe bei der Wurstsalatmarinade.
Mein Getränketipp
Dazu passt ein gut gekühlter Gespritzter aus trockenem Weißwein und Mineralwasser.
Nach dem Baden am Wörthersee, mit der Familie am Tisch, einem würzigen Wurstsalat und knusprigem Bauernbrot – so darf ein Sommerabend gerne ausklingen.
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