cutting a fried food with table knife

Gebackene Hühneroberkeulen – saftig, knusprig und ohne Haut

Gebackene Hühneroberkeulen gehören für mich zu den besten Varianten eines Backhendls. Hofer hatte wieder einmal eine richtig gute Aktion mit Hühneroberkeulen aus regionaler Herkunft. Da musste ich natürlich zugreifen.

Sonntagsglück

Ich kaufe die Fleischprodukte von Hofer sehr gerne. Viele davon stammen aus Österreich und nicht aus irgendwelchen fernen Ländern. Gute Hühner haben wir schließlich auch bei unseren Bauern in der Region. Dafür müssen sie nicht zuerst eine halbe Weltreise machen.

Frisch ist das Fleisch meistens ebenfalls. Bei dem starken Absatz muss man manchmal sogar froh sein, wenn man noch eine Packung erwischt. Mit der Qualität war ich bisher immer zufrieden und hatte noch nie etwas zu beanstanden.

Diesmal bereitete ich aus den Hühneroberkeulen ein klassisches Backhendl zu – allerdings ohne Knochen und ohne Haut.

raw meat on display in supermarket
Photo by Julia Filirovska on Pexels.com

Hühneroberkeulen auslösen

Bei den Oberkeulen löse ich zuerst den Knochen aus. Das ist einfacher, als viele glauben. Mit einem kleinen, scharfen Messer braucht es eigentlich nur zwei Schnitte entlang des Knochens. Danach lässt sich der Knochen problemlos herauslösen.

Auch die Haut entferne ich. Meine Familie mag beim Backhendl keine Haut. Für mich ist es ebenfalls besser, weil ich dadurch den Fettkonsum etwas einschränken kann.

Das Fleisch der Hühneroberkeule ist trotzdem wunderbar saftig und bleibt beim Backen deutlich zarter als eine Hühnerbrust.

Rezept für gebackene Hühneroberkeulen

Zutaten für 4 Personen

  • 8 ausgelöste Hühneroberkeulen
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas Zitronensaft
  • Mehl
  • 3 Eier
  • Semmelbrösel
  • Öl oder Butterschmalz zum Backen
  • Zitronenspalten zum Servieren

Zubereitung

Die Hühneroberkeulen von Haut und Knochen befreien. Das Fleisch aufklappen und eventuell an den dickeren Stellen etwas einschneiden, damit alle Stücke ungefähr gleichmäßig dick sind.

Das Fleisch zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie vorsichtig etwas flach klopfen. Nicht zu dünn klopfen – die Oberkeulen sollen saftig bleiben.

Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft würzen.

Drei Teller vorbereiten: einen mit Mehl, einen mit den verquirlten Eiern und einen mit Semmelbröseln.

Die Fleischstücke zuerst in Mehl wenden, danach durch die Eier ziehen und zuletzt locker in den Semmelbröseln wenden. Die Panier nicht fest andrücken, damit sie beim Backen schön soufflieren kann.

In einer tiefen Pfanne ausreichend Öl oder Butterschmalz erhitzen. Die panierten Hühneroberkeulen bei mittlerer bis kräftiger Hitze auf beiden Seiten goldbraun backen.

Je nach Dicke benötigen sie ungefähr vier bis sechs Minuten pro Seite. Anschließend auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen.

Mit frischen Zitronenspalten servieren.

Salatschüssel

Dazu gehört ein frischer Salat

Zu paniertem Hendl brauche ich keine schwere Beilage. Meistens gibt es etwas Leichtes und Gesundes dazu.

Salate frisch aus dem Garten sind jetzt ohnehin reichlich vorhanden. Paradeiser und Gurken gibt es derzeit in Hülle und Fülle. Dazu mache ich eine große Schüssel knackigen Krauthäuptelsalat mit Mostessig und echtem steirischem Kürbiskernöl.

Vielleicht noch ein paar Petersilerdäpfel dazu – mehr braucht es eigentlich nicht.

Herz, was willst du mehr?

Mein Tipp

Hühneroberkeulen eignen sich besonders gut zum Panieren. Das Fleisch ist kräftiger im Geschmack als Hühnerbrust und bleibt auch dann saftig, wenn es einmal eine Minute länger in der Pfanne liegt.

Wer das Backhendl vorbereiten möchte, kann die Oberkeulen bereits am Vormittag auslösen und würzen. Paniert werden sie aber am besten erst kurz vor dem Backen. So bleibt die Panier locker und knusprig.

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