Wer mich kennt, der kennt auch mein Lieblingsgericht. Es ist kein Haubenmenü, kein kompliziertes Küchenkunstwerk und schon gar nichts, wofür man drei Sous-Chefs und einen Nervenzusammenbruch braucht. Es ist einfach, ehrlich, sättigend und für mich ein Stück Familiengeschichte.
Es heißt: PaPaNuLe.
Allein dieses Wort ist schon eine Rarität. Das gibt es weltweit nur einmal. Erfunden wurde es nicht von mir, sondern von meinen Vorfahren. Entweder mein Vater oder mein Onkel waren die Urheber dieses köstlichen und einfachen Gerichtes. Ganz genau lässt sich das heute nicht mehr feststellen – aber in Familienrezepten ist das oft so. Da wird nicht notariell beglaubigt, da wird gekocht, gegessen und nachgenommen.
Der Name setzt sich aus den Hauptzutaten zusammen: PAprika, PAradeiser, NUdeln und LEberkäse. Genau so ist es auch auf Kochwiki beschrieben. Dort findet man auch die Erklärung zum Rezeptnamen und das Grundrezept.
Morgen koche ich PaPaNuLe nach einem heißen Badetag am Meer in FKK Valalta. Nach Sonne, Salzwasser und viel frischer Luft braucht der Körper etwas, das nicht schwer im Magen liegt, aber trotzdem satt macht. Und genau dafür ist dieses Gericht perfekt.
Die vegetarische Version heißt übrigens PaPaNu – also ohne Leberkäse. Auch gut. Aber ganz ehrlich: Mein Herz schlägt für das Original. Der knusprig gebratene Leberkäse ist bei PaPaNuLe ungefähr das, was beim Frühschoppen das erste kühle Bier ist: Man kann darüber diskutieren, aber eigentlich gehört es dazu.
Warum PaPaNuLe so gut ist
PaPaNuLe ist ein Gericht aus wenigen Zutaten, aber mit viel Geschmack. Die Paprika bringen Süße, Farbe und ordentlich Vitamin C. Die Paradeiser machen das Ganze saftig und fruchtig. Die Nudeln sorgen dafür, dass keiner hungrig vom Tisch aufsteht. Und der Leberkäse bringt Würze, Röstaroma und diesen ehrlichen Hausmannskost-Geschmack, den man nicht künstlich nachbauen kann.
PaPaNuLe Rezept auf Wikipedia
Auf Kochwiki wird das Rezept mit Paprika, Paradeisern, Nudeln und Leberkäse beschrieben; als Zeitbedarf sind rund 30 Minuten angegeben, der Schwierigkeitsgrad ist leicht.
Also genau mein Ding: schnell gekocht, bodenständig und trotzdem etwas Besonderes.
Rezept: PaPaNuLe – mein Lieblingsgericht
Zutaten für 4 Personen
- 400 g Nudeln, am besten Hörnchen, Spiralen oder Bandnudeln
- 300–400 g Leberkäse/ Fleischkäse
- 3–4 frische Paprika, rot, gelb oder gemischt
- 400 g frische Paradeiser im Sommer oder 1 Dose geschälte Tomaten
- 2–3 Knoblauchzehen
- 3–4 EL Olivenöl
- Salz
- Pfeffer
- etwas Majoran oder Oregano
- frische Petersilie oder Basilikum nach Geschmack
- optional: eine Prise Chili
- optional: etwas geriebener Käse zum Servieren
Zubereitung
1. Nudeln kochen
Die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Danach abseihen, aber nicht zu weich werden lassen. PaPaNuLe braucht Nudeln mit Haltung – keine müden Teigschlapfen.
2. Paprika und Paradeiser vorbereiten
Die Paprika waschen, entkernen und in Würfel schneiden. Die Paradeiser ebenfalls würfeln. Wenn du Dosentomaten verwendest, diese grob zerkleinern.
Knoblauch fein hacken.
3. Gemüse dünsten
In einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen. Paprika darin langsam anschwitzen, bis sie etwas weicher werden. Dann den Knoblauch dazugeben und kurz mitrösten.
Jetzt die Paradeiser dazugeben, salzen, pfeffern und mit Majoran oder Oregano würzen. Alles einige Minuten köcheln lassen, bis eine saftige Paprika-Paradeiser-Sauce entsteht.
4. Leberkäse knusprig braten
Den Leberkäse in Würfel schneiden. In einer zweiten Pfanne oder in der gleichen Pfanne vorher kräftig anbraten, bis er schöne Röstaromen bekommt.
Das ist wichtig. Leberkäse soll nicht traurig in der Sauce schwimmen, sondern vorher zeigen, was er kann.
5. Alles vermischen
Die gekochten Nudeln zum Paprika-Paradeiser-Gemüse geben. Alles gut vermengen und abschmecken.
Zum Schluss den knusprig gebratenen Leberkäse unterheben. Nicht zu lange mitkochen, sonst verliert er seine schöne Kruste.
Mit frischen Kräutern bestreuen und sofort servieren.
Wichtigster Serviertipp
PaPaNuLe isst man mit der Gabel. Nicht mit dem Löffel. Das steht sogar sinngemäß beim Originalrezept auf Kochwiki – und in solchen Dingen sollte man Traditionen ernst nehmen.

Vegetarische Version: PaPaNu
Für PaPaNu lässt du einfach den Leberkäse weg. Wer möchte, kann stattdessen gebratene Zucchiniwürfel, Champignons, Kichererbsen oder geräucherten Tofu verwenden.
Aber Achtung: Dann ist es nicht mehr PaPaNuLe, sondern PaPaNu. Auch gut, aber der Leberkäse schaut dann beleidigt aus der Ferne zu.
Mein persönlicher Tipp aus der Campingküche
Nach einem heißen Badetag am Meer darf das Essen nicht kompliziert sein. PaPaNuLe ist ideal für die Campingküche, weil man nur einen Topf und eine große Pfanne braucht. Die Zutaten bekommt man fast überall, es ist schnell fertig und schmeckt auch aufgewärmt noch sehr gut.
Am besten passt dazu ein grüner Salat. Oder, wenn der Badetag besonders heiß war, einfach ein kühles Getränk und ein gemütlicher Platz vor dem Wohnwagen.
Video zum Rezept
Das ganze Video zu PaPaNuLe findest du hier:
Das Rezeptvideo ist auf YouTube unter dem Titel „Papanule – Das Originalrezept aus Paprika, Paradeiser, Nudeln & Leberkäse“ abrufbar.
Fazit
PaPaNuLe ist für mich mehr als ein Nudelgericht. Es ist Erinnerung, Familie, Hausmannskost und ein bisschen Küchenhumor in einer Pfanne. Ein Gericht, das nicht groß tut, aber groß schmeckt.
Paprika, Paradeiser, Nudeln und Leberkäse – mehr braucht es manchmal nicht zum Glück.
Und wenn ein Rezept schon einen eigenen Namen hat, der weltweit nur einmal vorkommt, dann darf man ruhig stolz darauf sein.
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