
Heute waren wir bei lieben Freunden zum Grillen eingeladen. Und was soll ich sagen? Es schüttete wie aus Kübeln. Normalerweise sagt man bei so einem Wetter: „Grillen? Vergiss es.“ Aber nicht, wenn der Gastgeber Dieter heißt und einen edlen Napoleon-Griller mit Dach besitzt.
Da wurde nicht gejammert, da wurde gegrillt. So gehört sich das.

Auf den Rost kamen Grillwürstel, scharf gewürzte Schweinekoteletts, Schweinefilet, Cevapcici und Putensteaks. Dazu gab es griechischen Salat, Zaziki und Ajvar. Also alles, was ein Grillabend braucht – außer vielleicht trockene Socken.

Das Bier war wie immer gut gekühlt und in rauen Mengen vorhanden. Für die anderen gab es Spritzwein und klare Schnäpse für die Verdauung. Wobei man bei so einem Essen schon sagen muss: Die Verdauung hatte an diesem Abend ordentlich Dienst.
Die Krönung kam aber zum Schluss: Schwarzwälder auf dem Blech. Dazu ein starker Espresso. Und plötzlich war der Regen draußen völlig egal.
Das ist genau so ein Kuchen, wie ich ihn mag: einfach, schnell, gut vorzubereiten und ideal, wenn mehrere Leute am Tisch sitzen. Kein filigranes Törtchen mit Pinzette und Goldstaub, sondern ein ordentlicher Blechkuchen mit Schokolade, Kirschen, Schlagobers und Schokoraspeln. Also ein Dessert, bei dem keiner fragt: „Ist da noch was da?“ – sondern gleich schaut, wo das Messer liegt.

Schwarzwälder auf dem Blech – einfaches Rezept für Gäste
Dieses Rezept ist eine unkomplizierte Variante der klassischen Schwarzwälder-Kirsch-Torte. Der Boden wird mit Schokopuddingpulver gebacken, darauf kommen Sauerkirschen mit Vanillepudding gebunden, Schlagobers und Schokoraspeln.
Wer möchte, kann die Kirschen mit einem kleinen Schuss Rum oder Kirschwasser verfeinern. Muss man nicht, aber schaden tut es bei Erwachsenen sicher nicht. Für Kinder natürlich einfach weglassen.
Zutaten für ein tiefes Backblech
Für den Teig
- 1 Tasse Öl
- 1 Tasse Zucker
- 5 Eier
- 3 Pkg. Schokoladenpuddingpulver
- 1 Pkg. Vanillepuddingpulver
- 1 Pkg. Backpulver
Für den Belag
- 2 große Gläser Sauerkirschen, entsteint
- Saft von den Sauerkirschen
- 2 Pkg. Vanillepuddingpulver
- eventuell etwas Rum oder Kirschwasser
- 2 bis 3 Becher Schlagobers
- 50 g Schokoraspeln
Zubereitung
1. Teig vorbereiten
Öl, Zucker, Eier, Schokoladenpuddingpulver, Vanillepuddingpulver und Backpulver in eine Schüssel geben.
Alles gut miteinander verrühren. Der Teig soll glatt sein und keine Klümpchen haben. Am besten rührt man ihn ein paar Minuten ordentlich durch.
Ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig gleichmäßig darauf verstreichen.
2. Schokoboden backen
Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Den Kuchenboden etwa 15 Minuten backen. Er soll durchgebacken sein, aber nicht austrocknen.
Danach aus dem Ofen nehmen.
3. Kirschbelag kochen
Die Sauerkirschen abseihen und den Saft auffangen.
Das Vanillepuddingpulver mit etwas kaltem Kirschsaft glatt rühren. Den restlichen Kirschsaft aufkochen, das angerührte Puddingpulver einrühren und kurz aufkochen lassen.
Dann die Sauerkirschen dazugeben und vorsichtig unterheben.
Wer möchte, gibt jetzt einen kleinen Schuss Rum oder Kirschwasser dazu. Aber bitte mit Gefühl – wir wollen Schwarzwälder, keinen Stamperl-Kuchen.
4. Kirschen auf den Kuchen geben
Die heiße Kirschmasse gleichmäßig auf dem noch warmen Schokoboden verteilen.
Dann den Kuchen mindestens 1 Stunde auskühlen lassen. Das ist wichtig, damit die Kirschschicht fest wird und das Schlagobers später nicht davonläuft wie die Gäste beim ersten Donnerschlag.
5. Mit Schlagobers vollenden
Das Schlagobers steif schlagen.
Entweder auf den ganzen Kuchen streichen oder mit einem Spritzsack schöne Tupfen aufdressieren.
Zum Schluss mit Schokoraspeln bestreuen.
Kalt stellen und gut gekühlt servieren.
Mein Küchentipp
Wenn der Kuchen für eine größere Runde gedacht ist, würde ich ihn einige Stunden vorher machen. Dann zieht er schön durch und lässt sich besser schneiden.
Das Schlagobers gebe ich aber am liebsten erst kurz vor dem Servieren drauf. Dann schaut der Kuchen frischer aus und schmeckt auch besser.
Und ganz ehrlich: Zu diesem Kuchen gehört ein starker Espresso. Kein dünnes Kaffee-Wasserl, sondern einer, der nach dem ersten Schluck sagt: „Jetzt bin ich da.“
Warum dieser Kuchen perfekt zum Grillabend passt
Nach Fleisch, Salat, Ajvar, Zaziki und gekühltem Bier braucht es kein schweres Dessert mit fünf Etagen. Aber etwas Süßes muss schon sein. Gerade bei einem gemütlichen Grillabend mit Freunden.
Die Schwarzwälder auf dem Blech ist dafür ideal:
Sie ist gut vorzubereiten, reicht für viele Gäste und bringt genau diese Mischung aus Schokolade, Frucht und Schlagobers, bei der fast jeder schwach wird.
Und wenn draußen der Regen aufs Dach prasselt, schmeckt so ein Stück Kuchen gleich noch einmal besser. Da sitzt man zusammen, lacht, trinkt Espresso und denkt sich: So schlecht kann das Wetter gar nicht sein, wenn am Tisch noch Schwarzwälder steht.
Fazit
Dieter hat an diesem Abend bewiesen: Mit einem guten Griller, einem Dach über dem Kopf und lieben Freunden kann man auch bei Regen perfekt grillen.
Und die Schwarzwälder auf dem Blech war der süße Schlusspunkt eines richtig gemütlichen Abends.
Manchmal braucht es gar nicht viel mehr: gutes Essen, kalte Getränke, ehrliche Gespräche und ein Dessert, das nicht kompliziert tut, sondern einfach schmeckt.
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