Sonntag ist Zeit zum Kochen und Faulenzen
Sonntag ist für mich ein besonderer Tag in der Küche.
Da darf es ruhig etwas sein, das langsam vor sich hin brät, während man gemütlich zusammensitzt, Zeitung liest oder einfach einmal nichts tut.
Wenn bei uns Gäste kommen, gibt es deshalb oft einen Braten aus dem Backrohr oder aus dem Schmortopf. Das ist keine große Arbeit – man braucht nur eines: Zeit.
Ein guter Braten macht sich nämlich fast von selbst. Man muss ihm nur die Ruhe geben, die er verdient.
Bestes Lammfleisch in Klagenfurt
Wer in Klagenfurt gutes Lammfleisch sucht, der wird am Kinoplatz in St. Ruprecht fündig. Dort hat sich im Laufe der Jahre ein kleines Zentrum unserer Mitbürger aus vielen Ländern entwickelt.
Und eines kann ich euch sagen:
Dort bekommst du garantiert das beste Lammfleisch der Stadt.
Nicht zu alt, wunderbar zart und von hervorragender Qualität.
Dazu gibt es dort auch Gewürze aus aller Welt, die perfekt zu solchen Gerichten passen.
Ich habe mir diesmal eine Lammkeule mit Knochen gekauft – genau richtig für einen echten Sonntagsbraten.
Vorbereitung am Vortag – der Trick der Profiküche
Ein guter Braten beginnt nicht am Sonntag, sondern schon am Vortag.
Die Lammkeule habe ich mit Knoblauchstücken gespickt und kräftig mit Gewürzen eingerieben.
Über Nacht durfte das Fleisch im Kühlschrank durchziehen.
Am nächsten Tag – gleich nach dem Frühstück – kam der Braten ins Rohr und durfte dort langsam und gemütlich garen.
Röstgemüse für den perfekten Bratensaft
Während der Braten im Ofen war, habe ich noch ein kräftiges Röstgemüse vorbereitet.
In der Küche nennen wir das Mirepoix.
Dazu kommen Fleischabschnitte und kleine Knochenstücke in eine Bratpfanne.
Alles wird kräftig angebraten, mit etwas Tomatenmark tomatisiert und mit Wein aufgegossen.
Das Ganze kommt dann unter den Braten ins Rohr.
Am Ende entsteht daraus ein wunderbarer, kräftiger Bratensaft – genau so, wie wir ihn in der Profiküche machen.
Rezept: Lammbraten aus dem Backrohr
Zutaten (für 4–6 Personen)
Für den Braten
- 1 Lammkeule mit Knochen (ca. 2–2,5 kg)
- 4–6 Knoblauchzehen
- Salz
- Pfeffer
- Rosmarin
- Thymian
- Olivenöl
Für das Röstgemüse (Mirepoix)
- 2 Karotten
- 1 Stück Sellerie
- 1 große Zwiebel
- Fleischabschnitte oder kleine Knochenstücke
- 1 EL Tomatenmark
- 1/4 l Rotwein
- etwas Suppe oder Wasser
Beilagen
- 500 g Prinzessbohnen (TK oder frisch)
- 1 kg Erdäpfel für Erdäpfelschmarren
- Butter
- Salz
Zubereitung
1. Fleisch vorbereiten
Die Lammkeule mit einem spitzen Messer mehrmals einstechen.
Knoblauch in kleine Stücke schneiden und das Fleisch damit spicken.
Mit Salz, Pfeffer, Rosmarin und Thymian einreiben und mit etwas Olivenöl beträufeln.
Über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
2. Lammbraten langsam garen
Am nächsten Tag das Backrohr auf 160 °C vorheizen.
Die Lammkeule in einen Bräter legen und von allen Seiten langsam anbraten.
Danach ins Backrohr geben und etwa 2,5–3 Stunden langsam braten lassen.
3. Röstgemüse zubereiten
Karotten, Sellerie und Zwiebel grob schneiden.
Mit Fleischabschnitten oder Knochen kräftig anrösten.
Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten.
Mit Rotwein ablöschen und etwas Suppe dazugeben.
Das Ganze unter den Braten in den Bräter geben.
4. Bratensaft fertigstellen
Nach der Garzeit den Braten herausnehmen.
Den Bratenfond durch ein Sieb gießen und etwas einkochen lassen.
Falls nötig leicht binden oder mit Butter montieren.
5. Beilagen
Die Prinzessbohnen in Salzwasser kochen und in Butter schwenken.
Für den Erdäpfelschmarren gekochte Erdäpfel in Scheiben schneiden und in Butter goldbraun rösten.
Mein Tipp aus der Küche
Lamm braucht Zeit und Geduld.
Wenn du es zu heiß brätst, wird es trocken.
Bei niedriger Temperatur bleibt es wunderbar zart und saftig.
Ein Sonntagsbraten wie früher
So ein Braten ist für mich echtes Sonntagsglück.
Er steht gemütlich im Backrohr, die Küche duftet herrlich, und irgendwann ruft jemand aus dem Wohnzimmer:
„Peter, ist der Braten schon fertig?“
Dann weiß man:
Jetzt wird es Zeit, den Tisch zu decken.
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Und jetzt eine Frage an dich:
Was kommt bei dir am Sonntag am liebsten ins Backrohr – Schweinsbraten, Hendl oder auch einmal Lamm?
Image by bublikhaus on Freepik
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