Forelle gebacken

Freitagsfang: Gebackene Forelle statt Filet – warum mein größter Fischfang kulinarisch ein Reinfall war


Knusprige gebackene Forelle statt Filet: ein einfaches Fischrezept mit persönlicher Angelgeschichte, Kärntner Erdäpfelsalat und Profi-Tipps.

Freitagsfang

Als ich junger Familienvater war, ging ich noch regelmäßig fischen – meistens nachts, denn da, so sagte man, beißen die Fische besser. Geduld brauchte man allerdings reichlich. Von zehn Angeltagen hatte ich vielleicht an einem einzigen wirklich Erfolg. Aber genau eine Nacht am bekannten Karpfenteich bei Moosburg werde ich nie vergessen 🎣

Es war mein großer Tag. Plötzlich zog es gewaltig an der Angel. Kein kleiner Zupfer – das war ein Kampf. Fast eine halbe Stunde rang ich mit einem kapitalen Spiegelkarpfen, der sich mit aller Kraft wehrte. Als ich ihn endlich an Land zog, war klar: Das war ein Prachtexemplar, riesengroß, schwer und wild.

Natürlich brachte ich ihn lebend nach Hause – in einer Wanne mit Wasser im Kofferraum. Zuhause schlief noch alles. Also ab mit dem Fisch in die Badewanne, frisches Wasser dazu, denn ein älterer Angler hatte mir geraten: „Auswässern, dann schmeckt er nicht moorig.“

Kurz darauf stand meine Frau im Badezimmer.

Der Schrei am frühen Morgen war so laut, dass ich ihn heute noch höre 😄
Was ich mir anhören durfte, könnt ihr euch vorstellen.

Im Laufe des Tages gab es dann Fotos mit dem Fang, Stolz ohne Ende – und ich lud spontan Freunde in den Schrebergarten ein zum Fischgrillen. Jeder brachte etwas mit: Erdäpfelsalat, Weißbrot, Getränke. Die Stimmung war perfekt.

Der Fisch wurde fachgerecht geschuppt, zerlegt, gewürzt und gegrillt. Alle standen schon mit dem Teller bereit.

Dann kam der erste Bissen.

Kein Klatschen. Kein Schmatzen. Kein „Mhmm“.

Nur Schweigen.

Der Fisch schmeckte wie ein alter Teichschlegel – komplett moorig. Wahrscheinlich war er einfach zu groß, zu alt und hatte sein ganzes Leben lang den Teich aromatisch gespeichert. Also tranken wir mehr Bier, aßen Erdäpfelsalat und Brot – und lachten trotzdem viel.

Seitdem weiß ich: Bei Fisch ist kleiner oft besser. Und Forelle verzeiht fast alles.


Gebackene Forelle statt Filet – knusprig, saftig und gelingsicher 🐟

Fischfang
Fischen war einst mein Hobby

Zutaten für 2 Personen

  • 2 küchenfertige Forellen
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zitronensaft
  • Mehl
  • 2 Eier
  • Semmelbrösel
  • Öl oder Butterschmalz zum Ausbacken
  • Petersilie
  • Zitronenspalten

Zubereitung

  1. Forellen innen und außen gut trocken tupfen.
  2. Innen leicht salzen, pfeffern und mit etwas Zitronensaft beträufeln.
  3. Die Fische zuerst in Mehl wenden.
  4. Danach durch verquirltes Ei ziehen.
  5. Zum Schluss sorgfältig in Semmelbröseln panieren.
  6. In heißem Fett langsam goldbraun ausbacken – nicht zu heiß, damit die Panier schön knusprig wird und das Fleisch saftig bleibt.
  7. Mit Petersilie bestreuen und mit Zitronenspalten servieren.

Dazu passt perfekt:

erdäpfelsalat
Hier gehts zum Erdäpfelsalat Rezept
  • Kärntner Erdäpfelsalat
  • Petersilerdäpfel
  • Grüner Salat

Mein Küchentipp 👨‍🍳

Forelle immer lieber ganz backen statt Filetieren, denn am Knochen bleibt sie saftiger und aromatischer.


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Image by freepik

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