Sarmale aus dem Banat – leichtes Rezept mit Kohlblättern statt Sauerkraut
Sarmale habe ich von meinem Schwiegervater gelernt – er stammt aus dem Banat und hat sie immer ganz klassisch gekocht: Sauerkrautblätter, deftig, herzhaft, so wie es „original“ gehört.
Heute koche ich sie leichter, weil ich auf meine Ernährung achten muss (Ozempic lässt mich bei zu fettigem Essen leider schnell „die Rechnung zahlen“ – sprich: mir wird übel).
Darum gibt’s meine bekömmliche Version:
✅ Wirsing Kohlblätter statt Sauerkraut
✅ Olivenöl statt Schweineschmalz
✅ weniger üppig – aber immer noch voller Seele
Ich habe dieses Gericht schon oft gekocht: für Familie, Freunde und Gäste.
Heute kommt es hier auf den Blog – einfach nachzukochen und garantiert gelingsicher.

🛒 Zutaten (für 4-6 Personen)
Für die Rouladen
- 1 großer Wirsingkohl (Kohlkopf)
- 400 g Faschiertes (mager: Rind oder gemischt)
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl
- 100 g Rundkornreis (roh)
- 2 EL Tomatenmark
- 400 ml passierte Tomaten
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- Salz & Pfeffer
- optional: etwas Dill oder Thymian
- Zum Schmoren
- Kohlreste in Streifen (vom Kopf)
- 300 ml Gemüsebrühe oder leichter Rindsfond
- 1 Lorbeerblatt…
👨🍳 Zubereitung
- 1) Wirsingkohlblätter vorbereiten
Strunk keilförmig ausschneiden. Den ganzen Kohlkopf in kochendem Salzwasser blanchieren, bis sich die Blätter gut lösen lassen.
Abkühlen lassen.
Tipp: Dicke Blatt-Rippen flach wegschneiden – dann wickelt’s sich schöner.
2) Fülle machen
Zwiebel in Olivenöl glasig dünsten. Knoblauch kurz mitdünsten (nicht bräunen!).
Dann in einer Schüssel vermengen:
Faschiertes
Reis
Tomatenmark
Gewürze
ein Teil der passierten Tomaten (2–3 EL reichen)
Kräftig abschmecken. Die Fülle darf roh gut schmecken – dann passt’s später auch.
3) Sarmale wickeln
Pro Kohlblatt 1–2 EL Fülle in die Mitte geben, Seiten einschlagen und straff einrollen.
So entstehen kleine, schöne „Packerln“.
4) Schmoren
Topfboden mit Kohlstreifen auslegen. Sarmale dicht einschichten.
Mit Brühe und restlichen passierten Tomaten aufgießen (sie sollen zur Hälfte bis 2/3 im Sud stehen). Lorbeerblatt dazu.
Zugedeckt 70–90 Minuten ganz sanft köcheln lassen.
5) Ruhen lassen (Küchengeheimnis!)
Sarmale schmecken am nächsten Tag oft noch besser.
Wenn du Zeit hast: einmal auskühlen, dann wieder warm machen. Das ist Banat-Schule. 😉…
💡 Opa-Tipp:
Nicht hetzen. Gute Küche braucht Zeit – auch bei einfachen Gerichten.
🥗 Beilagen & Getränke
- Polenta (klassisch rumänisch, aber gut bekömmlich)
- 1–2 Löffel Naturjoghurt statt Sauerrahm
- oder einfach pur, mit etwas Sud drüber
- Bier passt am besten dazu
🍽️ Fazit
Man braucht keine Haubenküche, um glücklich zu sein.
Ein gutes Produkt, sauber gekocht – das reicht völlig.
❓ Wie machst du dieses Gericht?
Klassisch wie früher oder mit deiner persönlichen Note? Schreib mir gerne!
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