Das Promitopf Gottfried Würcher Rezept zeigt zwei Lieblingsgerichte des Nockis-Sängers – bodenständig, herzhaft und voller Erinnerung.

Ein Kärntner mit Herz, Stimme – und Geschmack
Zu Mittag läutet mein Handy. Unbekannte Nummer. Normalerweise hebe ich da nicht ab. Doch diesmal meldet sich eine sympathische, bekannte Stimme:
„Grüß dich, hier ist der Friedl Würcher von den Nockis!“
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Gottfried Würcher ist genauso, wie man ihn sich vorstellt – bodenständig, herzlich, ohne Allüren. Wir sind im selben Alter, reden über Musik, übers Älterwerden – und natürlich übers Essen.
Nach seinem Herzinfarkt achtet Friedl bewusster auf seine Ernährung: viel Gemüse, Vollkorn, Salat. „Genießer war ich immer“, sagt er lachend, „aber irgendwann muss man halt ein bisserl auf sich schauen.“
Und trotzdem: Manche Gerichte bleiben für immer im Herzen.
🐇 Rezept 1: Geröstete Hasenleber mit Ei – wie bei Friedls Mama
Ein Gericht aus einer Zeit, als Hühner und Hasen noch im eigenen Garten gehalten wurden. Ehrlich. Direkt. Ohne Firlefanz.
Zubereitungszeit: 25 Minuten
Schwierigkeit: leicht
Portionen: 2
Zutaten
- 300 g frische Hasenleber (alternativ Hühnerleber)
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 2 EL Schweineschmalz oder Öl
- Salz, Pfeffer
- 1 TL Majoran
- 1 kleiner Schuss Essig
- 3 Eier
- Frische Petersilie
Zubereitung
- Leber in mundgerechte Stücke schneiden, gut abtupfen.
- Schmalz in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel goldgelb rösten.
- Leber rasch anbraten – außen schön gebräunt, innen noch leicht rosa.
- Mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen.
- Einen kleinen Schuss Essig zugeben – das hebt den Geschmack.
- Verquirlte Eier einrühren und nur kurz stocken lassen. Nicht trocken braten!
- Mit Petersilie bestreuen und sofort servieren.
Dazu passt: Grüner Salat, Erbsenreis (Risipisi) oder ein frisches Kaisersemmerl.
So einfach. So gut. So Kindheit.
🐟 Rezept 2: Purbacher Fischsuppe à la Max Stiegl
Friedl schwärmt von der pannonischen Fischsuppe aus Purbach am Neusiedler See. Paprika, Zander, Wels – kräftig, würzig, sommerlich.
Inspiriert von Max Stiegl, Haubenkoch aus Purbach, hier meine kochbare Version für daheim.
Zubereitungszeit: ca. 90 Minuten
Schwierigkeit: mittel
Portionen: 4
Zutaten
Für den Fischfond
- Karkassen & Gräten von Zander, Wels oder Hecht
- 1 l Weißwein
- 2 l Wasser
- ½ Sellerieknolle
- 3 Karotten
- 2 Schalotten
- Lorbeer, weißer Pfeffer, etwas Ingwer
Für die Suppe
- 1,5 l Fischfond
- 100 g frischer Ingwer
- 2 Schalotten
- 2 rote Spitzpaprika
- 4 Scheiben Speck (optional Mangalitza)
- 1 EL Curry
- 1 EL Kurkuma
- 1 g Safran
- 1 EL Paradeismarmelade oder Ketchup
- 4 cl Pernod oder Pastis
Einlage
- 200 g Fischfilets (Zander, Wels, Hecht)
- 2 EL Fenchel, fein gewürfelt
- 4 getrocknete Paradeiser
- 2 EL vorgekochte Belugalinsen
Zubereitung
1️⃣ Fischfond
Alles gemeinsam aufkochen, dann 1 Stunde sanft simmern lassen.
Abseihen – das ist dein flüssiges Gold.
2️⃣ Suppe ansetzen
Speck, Ingwer, Schalotten und Paprika anschwitzen.
Safran kurz mitrösten – Duft pur!
Curry, Kurkuma und Paradeismarmelade einrühren.
Mit Fischfond aufgießen, Pernod zugeben.
Fein pürieren und durch ein Sieb passieren.
3️⃣ Einlage
Fischstücke, Fenchel, Paradeiser und Linsen kurz in der Suppe ziehen lassen.
Mit kalter Butter montieren – das macht sie samtig.
Sofort servieren. Mit Bauernbrot ausputzen. Fertig.
🎶 Musik-Tipp aus der Küche
Beim Schreiben hatte ich sofort einen Hit der Nockis im Ohr. Ehrlich, gefühlvoll, bodenständig – genau wie Friedls kulinarische Erinnerungen.
Ein Promi, der weiß, wo er herkommt.
Und einer, der Genuss nicht mit Luxus verwechselt.
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Bild: NOCKIS_Gottfried_Würcher_by_Gert_Perauer
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