Manchmal braucht es keinen Flug, um weit zu reisen. Heute hat ein Videocall gereicht.
Ein lieber Freund meldet sich – und plötzlich ist sie da, diese besondere Stimmung: die Seele von Valalta. Tausende Urlauber kennen ihn, viele schätzen ihn, und wer einmal länger geblieben ist, vergisst ihn nicht so schnell: Marko aus Monsena in Rovinj.
Den ganzen Sommer über hält er mit seinem Caravan-Depot den Laden am Laufen – immer freundlich, immer mit einem Schmäh auf den Lippen. Und wenn der Winter kommt? Dann ist Marko weg. Ab nach Bali oder auf die Philippinen, Sonne tanken, Leben einatmen, Geschichten sammeln.
Heute widme ich ihm mein Rezept.
Nein, keine Ćevapčići, kein Ražnjići, keine Pljeskavica. So sehr wir Istrien lieben – heute geht es weiter. Viel weiter.
👉 Nach Bali.
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Und dort landet man kulinarisch fast immer bei einem Gericht, das alles vereint, was die balinesische Küche ausmacht: Würze, Wärme, Einfachheit und Seele.
Nasi Goreng – das Nationalgericht Balis
Nasi Goreng heißt übersetzt schlicht „gebratener Reis“.
Aber glaub mir: Das ist Understatement auf Weltklasseniveau.
Jede Familie, jeder Straßenstand, jedes Warung hat seine eigene Version. Genau das macht es so charmant. Und genau deshalb passt es perfekt zu dieser Serie.
Rezept: Nasi Goreng Bali (für 2–3 Personen)
Zutaten
- 300 g gekochter Reis (am besten vom Vortag, Jasminreis)
- 2 EL Öl (Erdnuss- oder neutrales Pflanzenöl)
- 2 Schalotten oder 1 kleine Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 1 rote Chilischote (nach Mut dosieren 😄)
- 150 g Hühnerfleisch, Garnelen oder Tofu (ganz flexibel)
- 2 Eier
- 2 EL Ketjap Manis (süße indonesische Sojasauce)
- 1 EL normale Sojasauce
- Salz nach Geschmack
- Optional: etwas Limettensaft
Zum Servieren
- Spiegelei
- Frühlingszwiebeln
- Röstzwiebeln
- Gurken- oder Tomatenscheiben
Zubereitung
- Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken. Öl im Wok oder in einer großen Pfanne erhitzen und alles glasig bis leicht goldbraun anbraten – der Duft allein ist schon Urlaub.
- Fleisch, Garnelen oder Tofu dazugeben und kräftig anbraten.
- Reis einstreuen und gut durchmischen. Hitze hoch – es darf ruhig ein bisschen rösten.
- Eier direkt in die Pfanne schlagen, rasch unterheben.
- Ketjap Manis und Sojasauce einarbeiten, abschmecken, eventuell ein paar Tropfen Limette dazu.
- Kurz durchziehen lassen – fertig.
Anrichten & Genießen
Nasi Goreng auf den Teller, oben ein Spiegelei mit noch leicht flüssigem Dotter – Pflicht!
Dazu Frühlingszwiebeln, Röstzwiebeln und frisches Gemüse.
Ein Löffel, ein Bissen – und plötzlich hört man Mopeds, riecht Räucherstäbchen und spürt warme Abendluft.
Zum Schluss
Dieses Gericht ist kein Showkochen.
Es ist ehrlich, direkt und herzlich – genau wie die Menschen, die man unterwegs trifft.
Lieber Marko,
dieser Teller geht heute virtuell von meiner Küche über Valalta bis nach Bali.
Mögen noch viele Winterreisen, Sommergeschichten und gute Gespräche dazukommen.
Und an euch alle:
Die Weltreise am Teller geht weiter.
Wohin als Nächstes? Ich hätte da schon ein paar Ideen … 😏🍽️
Bilder. Wikipedia & Freepik
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