Kefir selbermachen – der einfachste Einstieg ins Fermentieren
Milchkefir ist wahrscheinlich die unkomplizierteste Art, Fermentation in den Alltag zu holen. Kein Kochen, kein Thermometer, kein Drama. Du brauchst nur Kefirknollen und laktosehaltige Milch – der Rest erledigt sich von selbst.
Die Kefirknollen (oft fälschlich „Kefirpilz“ genannt) verstoffwechseln die Laktose, die Milch wird leicht dicklich und angenehm säuerlich. Heraus kommt ein lebendiges, probiotisches Getränk, das nicht nur gut schmeckt, sondern auch deinem Darm ordentlich Freude macht.
Selbstgemachter Kefir ist unpasteurisiert und enthält eine große Vielfalt an Mikroorganismen. Diese können die Darmflora unterstützen, die Verdauung verbessern und das Immunsystem stärken. Dazu liefert Kefir wertvolle B-Vitamine, Kalzium und Magnesium – ein echtes Rundum-Wohlfühlpaket aus dem Glas.
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Pur getrunken, im Smoothie oder als Basis für Dressings: Kefir ist ein echtes Multitalent.
Kefir selbermachen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Milch ins Glas
Ein sauberes Glas mit laktosehaltiger Milch füllen. Kuh-, Ziegen- oder Schafmilch – alles erlaubt. Die Laktose ist das Futter für die Kefirknollen.
Schritt 2: Kefirknollen dazugeben
Kefirknollen in die Milch legen. Das Glas locker abdecken, entweder mit Deckel oder Tuch. Wichtig ist nur, dass keine Verunreinigungen hineinkommen.
Schritt 3: Fermentieren lassen
Jetzt passiert die Magie ganz von allein.
Je nach Raumtemperatur dauert die Fermentation 8 bis 36 Stunden:
- Sommer (ca. 27 °C): oft schon nach wenigen Stunden fertig
- Winter (ca. 19 °C): kann bis zu 3 Tage dauern
Schritt 4: Ernten
Sobald die Milch leicht eingedickt ist, ist der Kefir fertig.
Kurz schütteln – Kefir wird cremig, aber nicht joghurtartig.
Nun durch ein Sieb in eine Schüssel abgießen. Die Kefirknollen bleiben im Sieb und können sofort wieder für einen neuen Ansatz verwendet werden.
Schritt 5: Genießen
Am liebsten gut gekühlt – frisch geht natürlich genauso. Prost!

Kefir & Metall – was stimmt wirklich?
Ein alter Mythos besagt, dass Kefirknollen nicht mit Metall in Berührung kommen dürfen. Das ist nicht korrekt.
Der Ursprung liegt bei früherem Aluminium- und Emaille-Geschirr. Heute verwendeter Edelstahl ist völlig unbedenklich.
Plastiksiebe funktionieren ebenfalls, sind aber kein Muss.
Wichtig: Die Utensilien sollten säurebeständig sein – mehr braucht es nicht.
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