Heute gibt es bei uns Mageres Maisel – klassisch gekocht. Das ist die Bezeichnung für ein delikates Stück Rindfleisch, das du im Supermarkt wahrscheinlich nicht bekommst. Mageres Maisel gibt’s am besten nur beim Fleischer deines Vertrauens, also dort, wo noch echtes Handwerk zählt und jemand weiß, welches Stück sich wofür eignet.
Perfekt ist es für:
- gekochtes Rindfleisch
- saures Rindfleisch
- ehrliche Hausmannskost, die wärmt und glücklich macht
Und ganz ehrlich: An einem kalten Wintertag gibt es kaum etwas Besseres, als zuhause vor dem warmen Ofen zu sitzen und ein gutes Essen am Tisch zu haben.
Mein heutiges Menü
Mageres Maisel mit Wiener Kohlrabi und gerösteten Erdäpfeln
Nicht zu fett, dafür proteinreich – passend zu meiner Ernährung mit Ozempic: genießen ja, aber bitte ohne „ich brauch danach ein Sofa und drei Stunden Pause“.
Vorspeise: Rinderkraftbrühe mit Fadennudeln
Bevor das Fleisch am Teller landet, gibt’s bei uns aus dem Kochsud eine kräftige Rinderkraftbrühe mit:
- Fadennudeln
- Gemüsestreifen
Ein Klassiker, der sofort Wärme in den Körper bringt.
Warum Kohlrabi bei mir gerade perfekt reinpasst
Kohlrabi hat so gut wie keine Kalorien, macht aber angenehm satt – und er kurbelt zusätzlich die Fettverbrennung an. Genau deshalb liebe ich ihn als Beilage: leicht, g’schmackig, und man hat trotzdem das Gefühl, man isst „was Gscheites“.
Rezept: Wiener Kohlrabi
Zutaten für 4 Portionen
- 600 g junge Kohlrabi
- 50 g Butter
- 2 TL Mehl
- 1 Handvoll frische Petersilie
- ca. 150 ml kräftige Rindsbouillon (oder Gemüsebouillon)
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
- Kohlrabi schälen und in 5–7 mm dicke Scheiben schneiden, diese dann vierteln.
- Die Kohlrabistücke in einem Kochtopf mit kräftiger Rindsbouillon (oder Gemüsebouillon) aufgießen – aber nur so viel, dass die Stücke knapp bedeckt sind. Einige Spitzen dürfen noch herausragen.
- Auf kleiner Flamme mit nicht ganz aufgesetztem Deckel etwa 15 Minuten köcheln, bis das Gemüse weich ist, im Kern aber noch leicht knackig.
Wichtig: keinesfalls zu weich kochen! Nach ca. 10 Minuten mit dem Kosten beginnen. Der richtige Zeitpunkt muss erschmeckt werden. (Und denk dran: Das Gemüse zieht auch nach dem Abdrehen noch nach.) - Dann abdrehen und beiseite stellen.
- In einer anderen Kasserolle die Butter schmelzen und bei niedriger Hitze 2 TL Mehl einrühren. Diese Einbrenn soll nicht braun werden!
- Rasch mit etwas Suppe (in der der Kohlrabi gekocht wurde) aufgießen und sehr gut verrühren, damit sich keine Klumpen bilden.
- Sobald die Einbrenn wieder fester wird, erneut aufgießen und verrühren, bis die Sauce die richtige sämige Konsistenz hat:
nicht zu dick und nicht zu dünn – weder abrinnend flüssig noch pampig. - Kohlrabistücke vorsichtig untermischen, Petersilie dazu, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Serviertipp
Bei uns wird Kohlrabi traditionell zu gekochtem Rindfleisch gegessen – funktioniert aber auch solo mit Erdäpfeln richtig gut.
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