Kohlblätter vorbereiten: Vom Kohlkopf vier möglichst große und schöne Blätter vorsichtig ablösen. Den dicken Strunkansatz mit einem Messer flach schneiden, damit sich die Blätter später leichter einrollen lassen. Die Kohlblätter in reichlich Salzwasser etwa 3 bis 4 Minuten blanchieren. Anschließend kalt abschrecken, gut abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen.
Fleischfülle zubereiten: Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Das faschierte Schweinefleisch mit Zwiebel, Knoblauch, Ei, Semmelbröseln, Senf, Paprikapulver, Majoran, Salz, Pfeffer und nach Wunsch etwas Kümmel gründlich vermengen. Die Masse in vier gleich große Portionen teilen.
Kohlrouladen formen: Jeweils eine Portion der Fleischmasse auf das untere Drittel eines Kohlblattes setzen. Die beiden Seiten einschlagen und das Blatt straff aufrollen. Falls die Rouladen nicht von selbst halten, kann man sie mit Küchengarn oder Zahnstochern fixieren.
Rouladen schmoren: Öl oder Schweineschmalz in einer Pfanne oder einem kleinen Bräter erhitzen. Die Kohlrouladen rundherum kräftig anbraten, damit sie schöne Röstaromen bekommen. Mit der Suppe aufgießen, zudecken und bei kleiner Hitze ungefähr 30 bis 35 Minuten schmoren lassen. Die Rouladen währenddessen einmal vorsichtig wenden.
Fluffiges Erdäpfelpüree: Die Erdäpfel schälen, in gleich große Stücke schneiden und in Salzwasser weich kochen. Danach abseihen und kurz ausdampfen lassen. Die Erdäpfel durch eine Presse drücken oder fein zerstampfen. Heiße Milch und Butter einarbeiten. Mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Bitte keinen elektrischen Mixer verwenden! Sonst wird aus dem fluffigen Püree schneller ein klebriger Erdäpfelkleister, als einem lieb ist.
Specksauce vollenden: Die fertigen Kohlrouladen aus dem Bräter nehmen und warm stellen. Speck und Zwiebel klein würfeln und im Bratenrückstand langsam goldbraun rösten. Mit Mehl stauben, kurz durchrühren und mit dem Schmorfond aufgießen. Schlagobers und Senf einrühren. Die Sauce einige Minuten sanft einkochen lassen, bis sie schön sämig ist. Mit Pfeffer abschmecken. Beim Salz vorsichtig sein, denn der Speck bringt meistens schon genügend Würze mit.