Nudelteig machen: Das Mehl auf ein Nudelbrett geben und in der Mitte eine Grube formen. Ei, Salz und zunächst etwa 1/8 Liter Wasser hineingeben. Von außen nach innen arbeiten und alles zu einem eher weichen Nudelteig verkneten. Nach und nach so viel Wasser dazugeben, bis die richtige Konsistenz erreicht ist. Mit der Küchenmaschine geht es natürlich ebenfalls. Wir wollen ja schließlich Faule-Weiber-Nudeln machen und keine Küchenprüfung ablegen. Der Teig ist richtig, wenn er glatt und geschmeidig ist, sich von der Schüssel löst und schön seidig glänzt. Mit einem Geschirrtuch abdecken und etwa 30 Minuten rasten lassen.
Topfenfülle vorbereiten: Die Semmel in etwas Milch einweichen und anschließend passieren beziehungsweise gut ausdrücken und fein zerdrücken. Mit Bröseltopfen, Nudelminze, Keferfill, Salz und Pfeffer gründlich vermischen. Gerade die Nudelminze gibt der Kärntner Topfenfülle diesen unverwechselbaren Geschmack.
Rollen statt krendeln: Den Nudelteig gleichmäßig ausrollen und die Topfenmasse darauf verteilen. Die Seitenränder etwas einschlagen und den belegten Nudelteig vorsichtig zu einer Rolle formen. Und genau hier zeigt sich, warum dieses Rezept so praktisch ist: Kein Ausstechen, kein einzelnes Füllen und kein stundenlanges Krendeln.
Ab ins Tuch: Die fertige Rolle in ein sauberes Baumwolltuch einschlagen – früher hätte man bei uns ganz einfach „Fetzen“ dazu gesagt. Gut verschließen und in ausreichend kochendes Salzwasser legen. Zugedeckt etwa 40 Minuten leicht wallend sieden lassen.
Anrichten: Die Rolle vorsichtig aus dem Wasser nehmen und kurz überkühlen lassen. Dann aus dem Tuch wickeln – Vorsicht, das Ding ist heiß! In ungefähr 3 cm dicke Scheiben schneiden und großzügig mit zerlassener Butter übergießen. Dazu brauche ich persönlich nicht viel mehr als einen knackigen grünen Salat.