Rindfleisch und Suppe: Das Wasser in einem ausreichend großen Topf zum Kochen bringen. Das Rindfleisch in das heiße Wasser geben. Kurz aufkochen lassen und den entstehenden Schaum abschöpfen. Das geputzte Suppengemüse, Pfefferkörner und Lorbeer dazugeben. Die Zwiebel halbiere ich gerne und röste die Schnittflächen vorher ohne Fett kräftig dunkel an. Das gibt der Suppe zusätzlich Farbe und Geschmack. Jetzt darf das Fleisch bei kleiner Hitze ungefähr 2 bis 2½ Stunden langsam ziehen. Es soll nicht wild kochen – eine gute Rindsuppe braucht kein Whirlpool. Das Fleisch ist fertig, wenn man mit einer Fleischgabel leicht hineinstechen kann. Erst gegen Ende ordentlich salzen. Das fertige Schulterscherzel aus der Suppe nehmen und einige Minuten ruhen lassen. Dann unbedingt gegen die Faser in schöne Scheiben schneiden. Das ist wichtig. Schneidet man mit der Faser, kann selbst wunderbar zart gekochtes Fleisch plötzlich zäh wirken. Die Suppe abseihen und die Leberknödel darin nach Packungsangabe erwärmen beziehungsweise ziehen lassen.
Zwiebelrösterdäpfel: Die Erdäpfel am besten bereits in der Schale kochen, etwas auskühlen lassen und schälen. Anschließend in Scheiben schneiden. Die Zwiebeln in feine Streifen schneiden und in Butterschmalz oder Öl langsam goldbraun rösten. Die Erdäpfelscheiben dazugeben und bei guter Hitze mitrösten. Dabei nicht ständig herumrühren. Die Erdäpfel sollen stellenweise eine schöne goldbraune Kruste bekommen. Mit Salz und Pfeffer würzen und zum Schluss etwas Petersilie darüberstreuen. Für mich dürfen bei Rösterdäpfeln ruhig ordentlich Zwiebeln dabei sein – schließlich heißen sie ja nicht aus Versehen Zwiebelrösterdäpfel.
Semmelkren: Das alte Weißbrot klein schneiden oder zerzupfen. Mit heißer Rindsuppe übergießen und einige Minuten quellen lassen. Mit einer Gabel oder einem Kochlöffel gut verrühren, bis eine cremige Masse entsteht. Jetzt den frisch geriebenen Kren unterrühren. Wie viel davon hineinkommt, ist Geschmackssache. Ich mag den Semmelkren so, dass man den Kren auch wirklich merkt. Mit Salz und eventuell einer ganz kleinen Prise Zucker abschmecken. Wer ihn besonders cremig möchte, kann noch einen Schuss Obers dazugeben. Wichtig: Den Kren nicht lange mitkochen, sonst verliert er seine schöne Schärfe.