Paradeisersauce kochen: Die Paradeiser an der Unterseite kreuzweise einschneiden, kurz mit kochendem Wasser überbrühen und anschließend die Haut abziehen. Danach grob würfeln. Zwiebeln und Knoblauch fein schneiden und in Olivenöl langsam glasig anschwitzen. Das Paradeismark kurz mitrösten, dann die frischen Paradeiser dazugeben. Mit Suppe oder Gemüsebrühe aufgießen und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Lorbeer würzen. Die Sauce etwa 30 Minuten sanft köcheln lassen. Anschließend fein pürieren und noch einmal abschmecken. Die Sauce darf nicht zu dünn sein, denn sie soll sich später wunderbar um die gefüllten Paprika legen.
Fleischfülle vorbereiten: Den Reis in Salzwasser ungefähr acht Minuten vorkochen. Er soll noch deutlich Biss haben, weil er später in den Paprika fertig gart. Danach abseihen und auskühlen lassen. Zwiebeln und Knoblauch fein schneiden und in etwas Öl glasig anschwitzen. Das Faschierte mit dem vorgekochten Reis, den angeschwitzten Zwiebeln, Knoblauch, Eiern und Petersilie vermischen. Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Majoran kräftig würzen. Die Masse gut durchmischen, aber nicht zu lange kneten, sonst wird die Fülle fest wie ein Gummiball – und solche Paprika wollen wir nicht einmal am Campingplatz.
Vegetarische Paprika füllen: Für die vegetarische Variante Zwiebel und Gemüse klein schneiden und kurz anschwitzen. Mit dem gekochten Reis, Petersilie, Ei und geriebenem Käse vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken. Damit es später keine Verwechslung gibt, kennzeichne ich die vegetarischen Paprika mit einem Zahnstocher.
Paprika garen: Von den Paprika den Deckel abschneiden und die Kerne sowie die weißen Innenhäute entfernen. Die Paprika locker mit der Fleischmasse beziehungsweise der vegetarischen Reismasse füllen. Nicht zu fest stopfen, denn der Reis braucht beim Garen noch etwas Platz. Einen Teil der Paradeisersauce in einen großen Topf oder Bräter gießen. Die gefüllten Paprika hineinsetzen und die restliche Sauce rundherum verteilen. Zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 50 bis 60 Minuten sanft schmoren lassen. Alternativ können die Paprika im Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze ungefähr eine Stunde gegart werden. Die vegetarischen Paprika gare ich getrennt in einem kleineren Topf mit Paradeisersauce. So bleibt die fleischlose Variante auch wirklich vegetarisch.
Erdäpfelpüree zubereiten: Die Erdäpfel schälen, in gleich große Stücke schneiden und in Salzwasser weich kochen. Danach abseihen und kurz ausdampfen lassen. Die Erdäpfel noch heiß durch eine Presse drücken. Vollmilch und Butter gemeinsam erhitzen und nach und nach unter die Erdäpfel rühren. Mit Salz und einer kleinen Prise frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Das Püree soll cremig und locker sein. Bitte nicht mit dem Stabmixer bearbeiten – sonst wird daraus Tapetenkleister, und den braucht im Wohnwagen wirklich niemand.